Qualität der Badegewässer in Europa steigt

21. Mai 2013, 16:09
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Die Wasserqualität von Badeseen, Küstengewässern und Flüssen in Europa wird immer besser - Merkliche Verbesserung seit den 1990er Jahren

Laut Jahresbericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) zur Qualität europäischer Badegewässer erfüllen 94 Prozent aller Badegewässern in der EU die Mindeststandards für die Wasserqualität, an 78 Prozent der Standorte ist die Wasserqualität hervorragend. Veröffentlicht wurden in der Studie Angaben zur Wasserqualität in Europa aus dem Jahr 2012.

In Österreich erreichen 99,6 Prozent der Gewässer die Mindeststandards, wobei 73,7 Prozent sogar eine hervorragende Wasserqualität aufwiesen. Das bedeutet eine Abnahme im Vergleich zu 2011, als noch 83,5 Prozent der Badegewässer eine sehr gute Wasserqualität erreichten. 25,9 Prozent der Gewässer Österreichs waren 2012 in Ordnung. Ein Badegewässer entsprach 2012 nicht den Mindestanforderungen aufgrund einer erhöhten Belastung mit Escherichia coli, einem Darmbakterium. Im Jahr 2011 wurden noch vier Badegewässer beanstandet.

Alljährlich stellt die EUA die Badegewässerdaten der örtlichen Behörden von über 22.000 Standorten in den 27 EU-Mitgliedsstaaten, Kroatien und der Schweiz sowie die Werte der bakteriellen Belastung durch Abwässer und Tierhaltung zusammen. Dabei sind mehr als zwei Drittel der Standorte Küstenstrände, der Rest setzt sich aus Seen und Flüssen zusammen.

Besonders gut abgeschnitten haben 2012 Luxemburg und Zypern. Hier ist die Wasserqualität allgemein hervorragend. Auch in Malta (97 Prozent), Kroatien (95 Prozent), Griechenland (93 Prozent), Deutschland (88 Prozent), Portugal (87 Prozent), Italien (85 Prozent), Finnland (83 Prozent) und Spanien (83 Prozent) haben die Badegewässer eine sehr gute Qualität. Insgesamt ist die Anzahl der Badeorte, die den Mindestanforderungen entsprechen, gegenüber dem Bericht des Vorjahres beinahe um zwei Prozent gestiegen.

Zwei Prozent der Badeorte weisen jedoch eine sehr schlechte Wasserqualität auf. Die meisten vorschriftswidrigen Standorte befanden sich laut Bericht in Belgien (12 Prozent), den Niederlanden (7 Prozent) und im Vereinigten Königreich (6 Prozent). Einige Strände mussten 2012 sogar geschlossen werden.

Ein großes Problem für die Wasserqualität sind überlaufendes Regenwasser und die Überlastung der Kanalisation bei Starkregen in einigen Gebieten. Abwasserbehandlung und geringere Freisetzung ungeklärter Abwässer in die Umwelt hat sich die Wasserqualität seit Anfang der 1990er Jahre jedoch merklich verbessert.  (red, derStandard.at, 22.5.2013)

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    Die meisten Badegewässer in Österreich erfüllen die Mindeststandards für Wasserqualität. Über 73 Prozent weisen sogar hervorragende Wasserqualität auf.

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