Godard, Marker, Lynch: Experimentalfilmfestival in Zürich

21. Mai 2013, 13:28
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Auftakt des Festivals "Videoex" am Samstag - Special zur Amerikanerin Carolee Schneemann - Zagreb und Belgrad als Gaststädte

Zürich - Das Experimentalfilmfestival Videoex startet am Samstag (25. Mai) in Zürich in seine 15. Ausgabe. Programmiert sind unter anderem Werke von Jean-Luc Godard, Chris Marker, David Lynch und Carolee Schneemann. Gaststädte sind Belgrad und Zagreb. Das Festival dauert bis 2. Juni.

Herzstücke des Festivals sind der internationale und der Schweizer Wettbewerb. Gezeigt wird eine Auswahl aus den rund 2.000 eingesandten Werken aus 60 Ländern, wie Videoex im Vorfeld des Festivals schreibt. Der internationale Wettbewerb umfasst sechs thematische Programme. Die Schweizer Beiträge sind an zwei Tagen in einem Block zu sehen. Die Jury prämiert die Arbeiten vor Ort.

Die Filme des französisch-schweizerischen Regisseurs Jean-Luc Godard werden unter dem Titel "For ever Godard" vom 26. bis 30. Mai gezeigt. Programmiert sind unter anderem "Ici et ailleurs" (1976), "Allemagne 90 neuf zéro" (1991) und "Film socialisme "(2010). Der im letzten Juli verstorbene französische Filmer Chris Marker wird als Filmessayist vorgestellt. Von ihm zeigt Videoex unter anderem die Filme ""Sans soleil" (1982) und "Le Fond de l'air es rouge" (1978).

Pionierin des feministischen Kunstschaffens

Die US-Amerikanerin Carolee Schneemann gilt als Pionierin des feministischen Kunstschaffens und als Wegbereiterin der Performancekunst. Sexualität, Körperlichkeit, Geschlechterrollen, Krieg, Erinnerung und Politik sind ihre Themen, die auch in ihren Filmen zum Tragen kommen. Von ihr zeigt das Festival "Fuses" (1964-67), "Viet-Flakes" (1965) und "Plumb Line" (1968-72).

Programmiert sind weiter surrealistische Kurzfilme des Amerikaners David Lynch, etwa "Six Men Getting Sick" (1966) und "The Grandmother" (1970). Schließlich sind die Gaststädte Belgrad und Zagreb mit einer Reihe experimenteller Filme vertreten. Das Filmschaffen aus Ex-Jugoslawien sei "ein wenig erforschter Pfad", schreibt Videoex. Es habe "eindrückliche Arbeiten" hervorgebracht. Eine Auswahl davon ist nun erstmals in Zürich zu sehen. (APA, 21.5.2013)

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