PS4, Xbox: Ex-EA-Chef warnt vor drakonischem Kopierschutz

21. Mai 2013, 13:59
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Riccitiello: Neue Konsolen müssen offene Plattformen sein

Wollen Sony und Microsoft erfolgreich mit der nächsten Konsolengeneration sein, müssen sie die PlayStation 4 und die neue Xbox als "offene Plattformen" ausrichten. Dies behauptet zumindest der ehemalige Chef von Electronic Arts, John Riccitiello. In einem Kommentar auf Kotaku erklärt Riccitiello, wie sich die neuen Systeme durchsetzen könnten und, dass er trotz Mobile-Boom an eine rosige Zukunft für das Konsolengeschäft glaubt. Smartphones und Tablets könnten Konsolen nicht ersetzen, wenngleich sie eine bereichernde Ergänzung für den Markt darstellen.

Für Spieler

Riccitiello zufolge sei die erste Zutat für das Erfolgsrezept, dass die neuen Konsolen erneut Spiele und Spieler ins Zentrum stellen müssten. Sollten sich die PS4 und die neue Xbox vor allem als Multimediazentren positionieren, laufe man Gefahr, gegen günstigere Angebote wie Apple TV oder Roku unterzugehen. Spielkonsolen würden auch in Zukunft aufgrund der einzigartigen Spielerlebnisse gekauft.

Um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden müssen Sony und Microsoft überdies nicht nur den richtigen Preispunkt finden, sondern auch in die Versorgungskette investieren und sicherstellen, dass genügend Konsolen zur Verfügung stehen.

Offene Plattformen

Zu guter Letzt müssten die PS4 und die neue Xbox als offene Plattformen etabliert werden. Online-Funktionen und die Anbindung von Diensten ans Netz seien zwar ein zentraler Bestandteil der nächsten Videospielgeneration, den Konsumenten müsse jedoch die Angst vor einem Online-Zwang-DRM-System genommen werden. Wenn Online-Systeme implementiert werden, müssen sie neue Spielideen ermöglichen. Anstatt die Nutzung von gebrauchten Spielen zu verhindern, sollten die neuen Konsolen die Nutzung von eigenen Spielen auf den Konsolen der Freunde erlauben. "Ich glaube nicht, dass Konsolen als umzäunte Gärten auf lange Sicht erfolgreich sein werden", sagt Riccitiello. (zw, derStandard.at, 21.5.2013) 

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    John Riccitiello

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