Führungswechsel bei den oberösterreichischen Grünen

21. Mai 2013, 09:52
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Stellvertretende Klubobfrau im Landtag Maria Buchmayr und Theologiestudent Kaineder rittern um Anschober-Nachfolge

Die oberösterreichischen Grünen stellen am Freitag die personellen Weichen für die Zukunft: Weil Landessprecher Rudi Anschober nach einer Burn-out bedingten Pause seinen Sessel räumt und sich ganz auf seinen Job als Landesrat konzentrieren will, wird in einer Landesversammlung am kommenden Freitag in Linz ein neuer Parteichef bzw. eine Parteichefin gewählt. Als Favoritin geht die stellvertretende Klubobfrau im Landtag Maria Buchmayr ins Rennen. Ihr Herausforderer ist der 28-jährige Theologiestudent Stefan Kaineder.

Anschober legt Posten zurück

Die oberösterreichischen Grünen haben bereits vor Anschobers Auszeit eine Parteireform umgesetzt. Unter anderem wurde die Spitze breiter aufgestellt. Ein siebenköpfiges Leitungsteam fungiert als schnelle Eingreiftruppe für die Tagespolitik. Dennoch muss der neue Chef bzw. die neue Chefin in die Fußstapfen und aus dem Schatten eines medial sehr präsenten Anchorman treten. Nur zwei Kandidaten bewerben sich für diese Aufgabe. Wahlberechtigt sind bei der Landesversammlung im Volkshaus Pichling alle Parteimitglieder.

Theologe als Konkurrent

Da Buchmayr bereits eine etablierte Größe ist und somit als Favoritin gilt, dürfte der Wechsel erwartungsgemäß über die Bühne gehen. Überraschungen sind bei den Grünen allerdings immer möglich, wie vergangenen Sommer die Wahl der Bezirks- und Kommunalpolitikerin Maria Wimmer zur ersten Stellvertreterin Anschobers zeigte. Wimmer kandidiert aber diesmal ebenso wenig wie Klubobmann Gottfried Hirz oder die lange Zeit als mögliche Anschober-Nachfolgerin kolportierte Umweltsprecherin und stellvertretende Parteichefin Ulrike Schwarz.

Buchmayr ist studierte Geografin, Mutter dreier bereits erwachsener Kinder und meldet sich vor allem zu frauenpolitischen Themen und im Kampf gegen den Rechtsextremismus gerne zu Wort. Kaineder ist Bezirkssprecher in Steyr-Land, studiert Theologie in Linz und arbeitet als Organisationsreferent der Katholischen Jungschar. Derzeit ist der Vater von zwei Kindern aber in Karenz. (APA, 21.5.2013)

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