Stardirigent James Levine feierte sein Comeback im Rollstuhl

20. Mai 2013, 18:48
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Nach krankheitsbedingter Zwangspause von zwei Jahren - Publikum in der Carnegie Hall feierte den 69-Jährigen

New York - Der US-amerikanische Meisterdirigent James Levine ist zurück. Nach einer krankheitsbedingten Zwangspause von zwei Jahren stand Levine am Sonntagabend in New York erstmals wieder auf einer Konzertbühne. Sein Comeback - zunächst noch im Rollstuhl - wurde vom Publikum in der Carnegie Hall begeistert gefeiert. Die "New York Times" sprach am Montag von einer "triumphalen" Rückkehr des 69-Jährigen. Die Darbietung von Auszügen aus Wagners "Lohengrin" und Schuberts Neunter Sinfonie habe ihn "von seiner besten Seite" gezeigt, lobte das Blatt weiter.

Gastierte bei Festspielen in Salzburg und Bayreuth

Levine gilt als einer der größten Dirigenten der Gegenwart. Er hatte seinen Posten als Musikdirektor der New Yorker Metropolitan Opera (Met), der er seit vier Jahrzehnten angehört, trotz etlicher Rückenoperationen und einer Nierentransplantation beibehalten. Bei seinem Comeback-Auftritt habe er das Met-Orchester kraftvoll und einfühlsam wie eh und je dirigiert und keinerlei Ermüdung gezeigt, freute sich die "New York Times".

Der gefragte Musiker gastierte auch bei den Festspielen in Salzburg und Bayreuth und war von 1999 bis 2003 Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. Wegen seiner angeschlagenen Gesundheit trennte er sich vor zwei Jahren von dem Boston Symphony Orchestra, einem anderen weltweit führenden Klangkörper. An der New Yorker Met ist er in der Saison 2013/14 als Dirigent von drei Opern für zahlreiche Vorstellungen eingeteilt. (APA, 20.5.2013)

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