Blockupy will "Alltag der EZB stören"

20. Mai 2013, 16:20
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Aktivisten rufen für 31. Mai zu "massenhafter Blockade" der EZB-Zentrale in Frankfurt auf

Das kapitalismuskritische Bündnis Blockupy will aus Protest gegen die Sparpolitik in der Finanzkrise die Europäische Zentralbank (EZB) lahmlegen. Blockupy rief für den 31. Mai zu einer "massenhaften Blockade" der EZB-Zentrale in Frankfurt auf. "Unser Ziel ist es, die EZB so effektiv wie möglich zu blockieren und ihren Alltag zu stören", erklärte Blockupy-Sprecherin Ani Dießelmann.

"Verheerende Kürzungen"

Die EZB symbolisiere nicht nur die europäische Krisenpolitik, sondern sei ein "unmittelbarer Akteur verheerender Kürzungsprogramme". Die Blockade richte sich nicht gegen die Beschäftigten der EZB und in den Bankentürmen.

Die Polizei werde den Weg zur EZB frei halten, sagte ein Sprecher der Frankfurter Polizei am Pfingstmontag. Es sei vertragliche Verpflichtung, dass die Mitarbeiter der Zentralbank ihren Arbeitsplatz erreichen könnten. Von der EZB war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Vor einem Jahr hatten Zehntausende Menschen in Frankfurt gegen die Politik in der Euro-Schuldenkrise demonstriert. In der Frankfurter Innenstadt kam es damals zu Verkehrsbehinderungen, weil einige Straßen wegen der Demonstration gesperrt wurden. Rund 40 Organisationen unterstützten die Proteste unter dem Motto "Blockupy", darunter Occupy, Gewerkschaften und das globalisierungskritische Netzwerk Attac. (APA, 20.5.2013)

  • Proteste in Frankfurt
    foto: epa/roland holschneider

    Proteste in Frankfurt

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