Cameron drängt Steueroasen zur Zusammenarbeit

20. Mai 2013, 15:44
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Bermudas, Gibraltar, Kanalinseln: Der britische Premier schreibt eine Depesche an Steueroasen ihrer Majestät, und mehr Solidarität in Kampf gegen Steuerbetrug

London - Der britische Premierminister David Cameron hat an die zu seinem Land gehörenden Steueroasen appelliert, beim Kampf gegen Steuerhinterziehung mitzuwirken. Cameron wandte sich am Montag in einem Brief an zehn Überseegebiete und Kronbesitzungen, darunter die Kanalinseln Jersey und Guernsey sowie Gibraltar und die Bermudas. Er forderte die führenden Politiker der Gebiete unter anderem auf, den Austausch von Steuerdaten zu unterstützen.

Er habe den Kampf gegen Steuerhinterziehung zu einem zentralen Thema des G-8-Gipfels Mitte Juni in Nordirland gemacht, schrieb Cameron. Nun sei es an der Zeit, "in unserem eigenen Haus Ordnung zu schaffen". Der Premier wandte sich insbesondere gegen gängige Modelle, mit denen die wahren Besitzverhältnisse von Firmen verschleiert werden. Die Regierung müsse wissen, "wer wirklich welches Unternehmen besitzt und kontrolliert", schrieb Cameron.

Anfang April hatten Medienberichte für Aufsehen gesorgt, wonach ein riesiger Datensatz 130.000 mutmaßliche Steuersünder aus mehr als 170 Ländern enttarnt hatte. Sie sollen geheime Geschäfte mit Offshore-Firmen in einschlägigen Steueroasen gemacht haben. Genannt wurden dabei auch die Britischen Jungferninseln und die Cayman-Inseln, die zu den Adressaten von Camerons Brief zählen. (APA, 20.5.2013)

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    Die Bermudas besitzen nicht bloß Kokospalmen.

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