Deutschland will IT-Spitzennation werden

19. Mai 2013, 14:39
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Deutscher Wirtschaftsminister besucht Silicon Valley

Die deutsche Computer- und Software-Industrie kann nach Einschätzung des deutschen Wirtschaftsministers Philipp Rösler bis 2020 den Sprung in die Weltspitze schaffen. "Unser Ziel ist es, dass Deutschland bis zum Ende des Jahrzehnts bei der Informations- und Kommunikationstechnologie unter den führenden drei Nationen liegt", sagte Rösler vor seiner Abreise am Sonntag in die USA der Nachrichtenagentur dpa. Im Silicon Valley in Kalifornien will Rösler erfahren, warum dort immer wieder so erfolgreich IT-Konzerne gegründet werden.

Besuch bei Facebook und Google

Begleitet wird der Vizekanzler auf seiner fünftägigen Reise von mehr als 100 Managern junger deutscher IT-Firmen. Diese Startups wollen mit Anwendungen im und für das Internet wie ihre US-Vorbilder den Durchbruch schaffen. "Bei unseren Treffen mit internationalen IT-Unternehmen und Wagniskapitalgebern werde ich gezielt für mehr Investitionen am IT-Standort Deutschland werben", kündigte Rösler an, der in Kalifornien auch führende Konzerne wie Facebook und Google besuchen will.

9.000 IT-Firmengründen jährlich

Die weitere Digitalierung sei der Schlüssel, um Wachstum und Wohlstand zu sichern. "Wenn wir die digitale Wirtschaft stärken, machen wir Deutschland fit für die Zukunft." Dafür sei es sinnvoll, wenn sich deutsche Gründer stärker mit US-Unternehmen im Silicon Valley vernetzten. Derzeit gibt es bundesweit jährlich etwa 9.000 IT-Firmengründungen. Die Start-ups haben 875.000 Beschäftigte - das ist weltweit Platz 6.

150 Millionen Euro für Startups

Die deutsche Startup-Szene sei innovativ, leistungsfähig und habe gute Geschäftsideen. "Aber auch gute Ideen können nur umgesetzt werden, wenn die finanziellen Mittel da sind", meinte Rösler. Dazu gewährt das Wirtschaftsministerium jetzt Zuschüsse. Private Investoren, die Anteile an jungen Firmen erwerben und mindestens drei Jahre behalten, werden mit 20 Prozent vom Staat unterstützt. Insgesamt stellt der Bund dafür 150 Millionen Euro bereit.

Am Donnerstag wird Rösler dann zu Gesprächen mit Regierungsvertretern in Washington erwartet. Auch ein Treffen mit US-Notenbankchef Ben Bernanke ist geplant. Am Freitag kehrt der FDP-Chef nach Berlin zurück. (APA, 19.5.2013)

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