8.000 Franzosen zahlten 2012 mehr Steuern als sie verdienten

19. Mai 2013, 00:41
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Aufgrund einmaliger Vermögens-Sonderabgabe ab 1,3 Millionen Euro

Paris - Zahlreiche reiche Franzosen mussten im vergangenen Jahr einem Zeitungsbericht zufolge mehr Geld an den Fiskus abführen als sie verdient haben. Bei rund 8.000 Haushalten habe die Steuerquote wegen einer einmaligen Reichen-Abgabe mehr als 100 Prozent der Einkommen betragen, berichtete die Wirtschaftszeitung "Les Echos" am Samstag unter Berufung auf Daten des Finanzministeriums. Präsident Francois Hollande hatte die Sonderabgabe für Haushalte mit einem Vermögen von mehr als 1,3 Millionen Euro kurz nach seiner Amtseinführung erhoben, um Steuererleichterungen seines Vorgängers rückgängig zu machen. 2013 wurde die Sonderabgabe nicht erneut eingehoben.

Hollande hatte während des Wahlkampfs versprochen, einen Spitzen-Steuersatz von 75 Prozent einzuführen. Das Verfassungsgericht hat diesen Plänen jedoch einen Riegel vorgeschoben, weil es eine so hohe Rate als unfair erachtet. Wegen der Sonderabgabe kamen dem Zeitungsbericht zufolge dennoch fast 12.000 Haushalte im vergangenen Jahr auf eine Steuerquote von mehr als 75 Prozent.(APA/Reuters, 18.5.2013)

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