Manninger rettet Augsburg, Düsseldorf weg

18. Mai 2013, 19:06
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Keeper hält Elfmeter gegen Fürth, Hoffenheim rettet sich mit Sieg in Dortmund in Relegation - Schalke holt Platz in CL

Schalke 04 hat sich in der letzten Runde der deutschen Fußball-Bundesliga-Saison einen Platz in der Champions-League-Qualifikation gesichert. Die "Königsblauen" gewannen am Samstag das direkte Duell mit dem SC Freiburg um ein Ticket für die Königsklasse auswärts mit 2:1 und beendeten die Spielzeit auf dem vierten Platz. Neben den Freiburgern spielt auch Eintracht Frankfurt in der Europa-League-Qualifikation.

Am anderen Ende der Tabelle schaffte der FC Augsburg dank eines 3:1 gegen Greuther Fürth in dramatischer Manier den direkten Klassenerhalt. In einer dramatischen Partie siegte 1899 Hoffenheim beim praktisch in Bestbesetzung angetretenen Champions-League-Finalisten Borussia Dortmund 2:1 und tritt nun in der Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern an. Fortuna Düsseldorf (0:3 in Hannover) muss wie Greuther Fürth nur ein Jahr nach dem Aufstieg wieder den Gang in die zweite Liga antreten.

Trainer Norbert Meier zeigte sich deutlich angeschlagen: "Für uns ist das ganz bitter, wenn du 33 Spieltage nicht auf einem Abstiegsplatz gestanden hast und nur ein Mal auf dem Relegationsplatz und dann am letzten Spieltag auf dem vorletzten Platz landest. Aber letzlich lügt die Tabelle nicht."

Manninger hält Elfer, Augsburg feiert

Die Augsburger hingegen sind auch im kommenden Jahr in Deutschlands höchster Liga zu sehen - auch dank Alexander Manninger. Der ehemalige österreichische Teamgoalie hielt im Heimspiel gegen Fürth beim Stand von 0:0 in der 5. Minute im zweiten Versuch einen Elfmeter von Prib. Beim ersten Strafstoß wäre der Salzburger zwar geschlagen gewesen, der Schiedsrichter ließ allerdings wiederholen, weil ein Fürther viel zu früh in den Sechzehner gelaufen war.

In der Folge übernahmen die Augsburger das Kommando und fuhren durch Treffer von Werner (30.), Callsen-Bracker (55.) und Ji (75.) beziehungsweise Trinks (62.) einen ungefährdeten Erfolg ein. Am Ende blieb man zwei Punkte vor den Hoffenheimern, die in Dortmund nach einem frühen Gegentor durch Robert Lewandowski (6.) lange wie der sichere Verlierer aussahen. BVB-Trainer Klopp: "Eine Stunde lang haben wir überragenden Fußball gespielt."

Plötzlich lag Hoffenheim vorne

In der Schlussphase kamen die davor harmlosen Gäste aber plötzlich auf und schafften durch zwei von Sejad Salihovic verwandelte Elfmeter (77., 82.) noch den sensationellen Erfolg. BVB-Tormann Weidenfeller wurde wegen seiner Notbremse vor dem zweiten Strafstoß ausgeschlossen. In der 93. Minute kam Hektik auf, weil der Schiedsrichter zunächst das vermeintliche 2:2 von Marcel Schmelzer anerkannte, dann aber den Treffer wegen einer Abseitsstellung von Lewandowski richtigerweise wieder zurücknahm.

"Nach 60 Minuten konnten wir glücklich sein, dass es nur 0:1 stand. Dortmund hatte eine Vielzahl von großen Chancen. Wir wussten, dass sich unsere Chancen erhöhen, je länger wir im Spiel bleiben. Die Schlussphase war sehr emotional. Wir freuen uns, dass wir nun noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben", sagte 1899-Trainer Markus Gisdol.

Dortmund muss nun eine Woche vor dem Champions-League-Endspiel gegen die Bayern um Abwehrchef Mats Hummels bangen. Er war bei seinem Foull an Volland, das zum 1:1 der Hoffenheimer führte, umgeknickt.

Freiburg unglücklich

Der Dortmunder Erzrivale Schalke fixierte in der letzten Runde den Einzug in die Champions-League-Qualifikation. Mit dem 2:1 in Freiburg verwiesen die Gelsenkirchner, bei denen Christian Fuchs ab der 70. Minute zum Einsatz kam, die Breisgauer auf den fünften Platz. Die Schalke-Tore fielen durch Julian Draxler (20.) und ein kurioses Eigentor von Julian Schuster (58.), Jonathan Schmid (54.) war der zwischenzeitliche Ausgleich für die Hausherren gelungen.

Freiburg Trainer Christian Streich, mit seiner Mannschaft eine der großen positiven Überraschungen der Saison, war verärgert: "Schalke 04 hat extrem defensiv gespielt, und ich bin sehr stolz, dass Schalke 04 so gegen den SC Freiburg spielt - das ist eine Auszeichnung. Ich ärgere mich sehr, dass wir sie so eingeladen haben zum Toreschießen. Das Ergebnis zählt heute, nicht die bessere Mannschaft hat gewonnen. Aber wir haben ja auch schon mal gewonnen, obwohl wir nicht besser waren."

Scheunen offen

Ihren Fixplatz in der Champions-League-Gruppenphase hatten sich schon zuvor Leverkusen, Dortmund und auch Meister Bayern gesichert, der seinem scheidenden Trainer Jupp Heynckes zum Liga-Abschied einen spektakulären Sieg schenkte. In Mönchengladbach gingen die Gastgeber durch Tore von Martin Stranzl (4.), Mike Hanke (5.) und Havard Nordveit (10.) beziehungsweise Javi Martinez (7.) schnell mit 3:1 in Führung. Dann aber drehte die Champions-League-Finalformation der Münchner (David Alaba spielte durch) groß auf und ging dank Franck Ribery (18., 53.) und Arjen Robben (59.) noch als 4:3-Sieger vom Platz.

Auch die Frankfurter schafften daheim gegen Wolfsburg eine Wende und beendeten das Heimspiel nach 0:2-Rückstand noch mit einem 2:2. Der Europa-League-Platz wäre aber auch bei einer Niederlage an die Hessen gegangen, weil der Hamburger SV daheim gegen Bayer Leverkusen mit 0:1 verlor. Den entscheidenden Treffer erzielte Stefan Kießling, der sich mit seinem 25. Saisontreffer die Torjägerkrone sicherte.

Ivanschitz verabschiedet, Bremen verliert

Einen versöhnlichen Abschied vom FSV Mainz 05 gab es für Andreas Ivanschitz beim 2:2 in Stuttgart. Der in der 76. Minute ausgewechselte Burgenländer, der zuletzt mit dem Zweitligisten 1. FC Köln in Verbindung gebracht wurde, traf in der 10. Minute die Latte. Beim ersten Tor der Stuttgarter bugsierte Mainz-Goalie Wetklo einen Querpass von Martin Harnik, der durchspielte (Landsmann Raphael Holzhauser wurde in der 77. Minute eingewechselt) ins eigene Tor. Julian Baumgartlinger war bei den Gästen über die komplette Distanz im Einsatz.

Kein Erfolgserlebnis gab es für Werder Bremen zum Saisonkehraus. Die Hanseaten, bei denen Sebastian Prödl durchspielte und Zlatko Junuzovic in der 67. Minute ausgewechselt wurde, verloren im ersten Match nach dem Rücktritt von Trainer Thomas Schaaf in Nürnberg 2:3 und sind damit schon 13 Liga-Partien sieglos. (APA/sid/red - 18.05.2013)

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    Alexander Manninger auf dem Posten.

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    Hoffenheimer Kraftakt.

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    Schalker Freuden.

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