Neue Vorwürfe gegen Ex-Chef der Caja Madrid

18. Mai 2013, 14:18
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Er soll ohne Genehmigung der Madrider Regionalregierung ein Darlehen über 420.000 Euro bekommen haben

Madrid - Gegen den früheren Präsidenten der spanischen Sparkassenkette Caja Madrid, Miguel Blesa, sind neue Vorwürfe laut geworden. Danach soll der Ex-Chef des viertgrößten Geldhauses in Spanien bei seinem Unternehmen ein Darlehen über 420.000 Euro aufgenommen und dabei die gesetzlichen Regelungen missachtet haben. Dies berichtete am Samstag die staatliche Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf Unterlagen, die Caja Madrid dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgelegt hatte.

Danach soll das Darlehen 2004 gewährt worden sein, ohne dass die gesetzlich vorgeschriebene Genehmigung der Madrider Regionalregierung vorgelegen hätte. Blesa war am Donnerstag in Untersuchungshaft genommen und einen Tag später nach Hinterlegung einer Kaution von 2,5 Millionen Euro auf freien Fuß gesetzt worden.

Der Ermittlungsrichter Elpidio José Silva legt dem 65-jährigen Bankier zur Last, bei der Übernahme der amerikanischen City National Bank of Florida durch die Caja Madrid einen völlig überhöhten Preis gezahlt und die Sparkassenkette in den Ruin getrieben zu haben. Blesa wies demgegenüber darauf hin, dass er die Übernahme nicht allein entschieden, sondern der Verwaltungsrat der Sparkasse den Deal einstimmig gebilligt habe. (APA, 18.5.2013)

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