Haselsteiner will Conwert-Umbau

17. Mai 2013, 18:25
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Außerordentliche HV soll neue Rechtsform beschließen

Wien - Noch-Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner verfolgt seine Pläne, die Immo-Gesellschaft Conwert umzukrempeln, unverzagt weiter. Zwar haben die Aktionäre seine Idee, den Verwaltungsrat aufzustocken, jüngst abgeschmettert - aber nach seinem Abgang aus der Strabag im Juni will Conwert-Aktionär Haselsteiner (24 Prozent) einen neuen Anlauf starten und eine außerordentliche Hauptversammlung beantragen.

Er möchte die Gesellschaftsform der Conwert ändern. Sie wird derzeit als Société Europeenne (SE) geführt; in der hat der Verwaltungsrat operative Mitspracherechte. "Dieses angelsächsische Modell ist für die Conwert nicht ideal", glaubt Haselsteiner. Er möchte die Hauptversammlung dazu bringen, die börsennotierte Gesellschaft "so rasch wie möglich" auf ein dualistisches SE-System mit einem weisungsungebundenen Vorstand und einem kontrollierenden Verwaltungsrat umzustellen - oder überhaupt in eine Aktiengesellschaft umwandeln.

Im neuen Verwaltungsrat (oder eben Aufsichtsrat) möchte er dann auch selbst Sitz und Stimme haben: "Das ist eine Option; den Vorsitz werde ich aber nicht wollen", so Haselsteiner zum Standard. Den Chef der Westbahn-Mutter Rail Holding, Clemens Schneider, kann er sich dereinst als Conwert-Vorstandschef vorstellen: Er sei "ein talentierter Bursche mit Immobilien-Grips".

Gesetzt den Fall, Haselsteiner würde die Mitgesellschafter von seinen Ideen diesmal überzeugen können - was würde aus Conwert-Verwaltungsratschef Johannes Meran werden? Geht es nach Haselsteiner, müsste der sich "entscheiden, ob er in den Aufsichtsrat will, ausscheidet oder potenzieller Partner sein möchte". (gra, DER STANDARD, 18.5.2013)

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