Staatsbanken: Fekters Goodies

Kommentar17. Mai 2013, 21:27
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Die Regierung nimmt die Bankenrettungen auf die leichte Schulter

Davon können bildungshungrige oder umweltbewusste Menschen und Interessenvertreter nur träumen: Während wichtige Zukunftsthemen finanziell kleingehalten werden, nimmt die Regierung die Bankenrettungen auf die leichte Schulter. Ein paar Hundert Millionen Euro oder gar die eine oder andere Milliarde machen das Kraut offenbar auch nicht fett. Das Ärgerliche dabei: Es sind keineswegs nur die Altlasten der verstaatlichten Banken, die die Republik viel Geld kosten. Mit Wegschauen und Mauern hat Österreich die Rechnung noch in die Höhe getrieben. Weichenstellungen in Richtung einer Verwesung der überflüssigen Zombie-Banken sind dagegen kaum erfolgt.

Das hat spät, aber doch Konsequenzen: Geschickt wurde Maria Fekter bei der Kärntner Hypo abgedrängt – das Thema wird nun von einer Taskforce behandelt, die wiederum von Kanzler und Vizekanzler eingesetzt wurde. Man könnte den Schritt auch als Entmachtung der Ministerin bezeichnen. Die kam keinen Tag zu früh, wie das Schicksal der Kommunalkredit zeigt. Das Institut zeichnet sich dadurch aus, dass nicht einmal die "Good Bank"  verkäuflich ist. Von der mit toxischen Derivaten vollgeräumten Bad Bank KA Finanz gar nicht zu reden.

Da fragt man sich, wie der immerhin seit viereinhalb Jahren laufende Prozess von Fekter (und ihrem Vorgänger) samt Bankholding Fimbag gemanagt wurde, wenn einem am Ende nicht einmal die Goodies abgenommen werden. (Andreas Schnauder, DER STANDARD, 18./19.5.2013)

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