Task-Force rechnet weiter an Hypo Alpe Adria herum

17. Mai 2013, 17:16
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Rechnen an Bad Bank und Budgetlast - Am Dienstag soll wieder die Task Force tagen

Wien/Klagenfurt - Gleich am Dienstag nach Pfingsten soll wieder der Krisenstab (Task Force) zur Hypo Alpe Adria tagen. Experten rechnen immer noch Modelle für eine Verwertungsgesellschaft ("Bad Bank") durch, in die weitere Abbaukredite und unverkäufliche Bankteile ausgelagert werden sollen. Das Finanzministerium hat bei der Bank neue Zahlen abgerufen. Nächste Woche wird Österreich vorläufige Eckpunkte für den von der EU-Kommission ultimativ bis Ende Mai verlangten neuen Restrukturierungsplan an Brüssel übermitteln, verlautete am Freitag.

Vom Ausgang der Verhandlungen mit der EU-Kommission - die bisher weiter den Verkauf aller operativen Bankteile bis Ende 2013, andernfalls Schließung, verlangt - hängt ab, wieviel der Bund steuerzahlerschonend "ausparken" und der staatlichen Problembank noch zuschießen muss. Ein Milliardenbedarf für heuer steht jetzt schon fest.

Dass es zur unmittelbaren Zerschlagung (Liquidationsszenario) kommt, die mindestens 16 Mrd. Euro verschlingen würde, wurde von Nationalbank und Finanzmarktaufsicht diese Woche mit Nachdruck ausgeschlossen. Ungeachtet dessen hofft Österreich noch immer, dass Brüssel bei den Verkaufsfallfristen für die Balkantöchter etwas mehr Luft lässt.

Zum Abschluss bringen wollen die Beteiligten noch im Monat Mai den laufenden Verkauf der Österreich-Bank. Hier schwebte ein "Signing" tagelang schon für Ende dieser Woche im Raum. Nun könnte es Ende nächster Woche so weit sein - frühestens, wie heute ergänzt wurde. Als Wunschkandidat für die Hypo gilt weiter die indische Srei-Finanzgruppe mit Sitz in Kalkutta. Aber auch diese Finanzgruppe dürfte nur mit einem drastischen Abschlag vom Buchwert (der lag zuletzt bei 120 Mio. Euro) zuschlagen. (APA, 17.5.2013)

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