Andritz nennt weiter keine Details zu Millionenrückstellung

17. Mai 2013, 14:46
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Wien/Graz - Der steirische Anlagenbauer Andritz will zu den gebildeten Millionen-Rückstellungen für Lieferungen an ein Zellstoffwerk in Uruguay weiterhin weder das genaue Ausmaß der Vorsorgen beziffern, noch die Schuldfrage beantworten. "Wir haben in den nächsten Quartalen noch eine Menge Fragen dazu zu klären. Im Wesentlichen geht es einfach darum, wer für welche Kosten aufkommt", versuchte Andritz-Vorstandschef Wolfgang Leitner gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Format" die Konzern-Informationspolitik zu verteidigen.

Leitner wollte in dieser Causa Fehler des Andritz-Management nicht außer Betracht ziehen. "Ich schließe Fehler nie aus. Wir machen jeden Tag Fehler. Es handelt sich bei dem Projekt um ein sehr schwieriges Projekt für alle Beteiligten", sagte der Andritz-Chef gegenüber dem Magazin.

Der steirische Anlagenbauer hatte Ende April für das erste Quartal einen überraschenden Gewinneinbruch - minus 92 Prozent zum Vergleichsquartal - wegen der Ergebnisverschlechterung im Bereich Pulp & Paper gemeldet. Als Grund wurde eine erhebliche Kostenüberschreitung im Zusammenhang mit Lieferungen von Produktionstechnik und Ausrüstungen für ein Zellstoffwerk in Südamerika genannt. Man habe dafür eine Rückstellung im mittleren zweistelligen Euro-Millionenbereich gebildet, hieß es damals in einer Ad-hoc-Meldung. Die Andritz-Aktie brach nach dem unerwartet starken Gewinnrückgang zeitweise um 24 Prozent ein. (APA, 17.5.2013)

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