"Ein Blutdruck-Messgerät gehört in jeden Haushalt"

17. Mai 2013, 14:41
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Mit regelmäßigen Messungen lässt sich das Risiko eine Herz-Kreislauferkrankung zu entwickeln reduzieren

Wien - "Obwohl mehr Menschen an den Folgen von Bluthochdruck als an Krebs sterben, wird diese Erkrankung nach wie vor verharmlost", warnt Lothar Fiedler, Bundesfachgruppenobmann für Innere Medizin der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), am Freitag anlässlich des Welt-Hypertonie-Tages. Ein Blutdruck-Messgerät gehöre in jeden Haushalt. Überhöhte Blutdruckwerte sollten unbedingt mit einem Arzt besprochen werden, so der Internist.

Blutdruckwerte über 140/90 mmHg gelten als zu hoch und erhöhen das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. "Die Patienten müssen sich bewusst sein, dass schon ein Bluthochdruck-Anstieg um 20/10 mmHg das Risiko verdoppelt, innerhalb von zehn Jahren an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben", sagt Fiedler.

Lebensstil adaptieren

Bluthochdruck ist üblicherweise gut behandelbar. Heimtückisch ist, dass Hypertonie meist keine Beschwerden verursacht und daher häufig nicht oder erst zu spät erkannt wird. Dabei kann bei leichtem Bluthochdruck oft schon eine Änderung des Lebensstils helfen: abnehmen, mehr bewegen, das Rauchen einstellen und weniger salzen. "Allerdings geht der Großteil der Patienten erst zum Arzt, wenn die Erkrankung schon fortgeschritten ist. Daher ist in der Regel eine Therapie mit Blutdrucksenkern erforderlich", erklärt Fiedler. "

Patienten, die ihre Werte regelmäßig ärztlich kontrollieren lassen und ihre Medikamente konsequent einnehmen, haben gute Chancen, dass sich ihre Blutdruckwerte auf ein normales Niveau reduzieren. Durch spezielle Eingriffe an den Nierennerven kann auch therapieresistenten Patienten geholfen werden. (red, derStandard.at, 17.5.2013)

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