Privatsender kritisieren Beratungsfirma-Engagement des ORF

17. Mai 2013, 13:28
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Sender hätte außerdem "enorme Freiheiten im Online-Bereich"

Wien - Wenig schmeichelnde Worte findet der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) für das Engagement des Beratungsunternehmens Boston Consulting durch den ORF. Dieses hat im Rahmen einer Strategie-Klausur am Donnerstag die wesentlichen Forderungen des ORF (u.a. Fortsetzung der Gebührenrefundierung) unterstützt. "Die Intentionen des ORF dahinter sind durchschaubar. Dass die Medienpolitik solchen populistischen Druckmitteln nachgibt, ist hingegen völlig unwahrscheinlich", wird VÖP-Vorstandsvorsitzender Klaus Schweighofer am Freitag in einer Aussendung zitiert.

Darüber hinaus stößt man sich beim VÖP daran, dass die Beratungsfirma "auch noch durch Gebührenmittel finanziert" wurde. Bezüglich des Social-Media-Verbots für den ORF, das von Boston Consulting ebenfalls kritisch bewertet wurde, betonte Schweighofer die vorhandenen "enormen Freiheiten im Online-Bereich. Er (der ORF, Anm.) darf hier weit mehr als andere öffentlich-rechtliche Anstalten. Eine Ausweitung ist daher keineswegs notwendig." VÖP-Geschäftsführerin Corinna Drumm forderte gleichzeitig die Realisierung vorhandener Sparpotenziale "gerade im Unterhaltungsbereich" ein. "Der ORF braucht nicht mehr Geld." (APA, 17.5.2013)

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