Forschungsnetzwerk für Kinderarzneimittel gestartet

17. Mai 2013, 13:26
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Vernetzung für klinische Studien geplant

Wien - 40 bis 90 Prozent der Arzneimittel, die bei Kindern angewendet werden, sind nicht für diese Altersgruppe getestet beziehungsweise eigens zugelassen. Ein Großteil der Medikamente wird zulassungsüberschreitend angewendet (Off Label-Use, Anm. Red.). Fundierte Dosierungs- und Anwendungsvorschriften gibt es ebenso wenig, wie Informationen aus klinischen Studien bezüglich Wirkung und Nebenwirkungen der Medikamente bei Kindern.

Die EU will das ändern. Der österreichisch Beitrag dazu ist die O.K.ids-Initiative, die am Freitag in Wien vorgestellt wurde. Die Anschubfinanzierung für fünf Jahre teilen sich Gesundheitsministerium und Verband der pharmazeutischen Industrie (Pharmig) mit insgesamt je 750.000 Euro (je 150.000 Euro jährlich).

Die O.K.ids-Initiative ist eine von der Wiener Kinder-Onkologin Ruth Ladenstein geleitete Institution, welche einerseits die österreichische klinische Forschung auf diesem Gebiet mit internationalen Partnern vernetzen soll, andererseits auch als Service-Stelle gedacht ist: Beratung akademischer Forscher beim Design klinischer Studien für Kinder, Hilfe in der biostatistischen Planung, bei den Einreichungen bei Ethikkommissionen und bei der Publikationsarbeit der Ergebnisse. (red/APA, derStandard.at, 17.5.2013)

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