Chef der rechtspopulistischen UKIP flüchtete ins Pub

17. Mai 2013, 12:08
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Demonstranten bedrängten Parteichef Farange - Polizei musste zur Hilfe kommen

Edinburgh - Der rechtspopulistische britische Parteiführer Nigel Farage ist in Edinburgh von Demonstranten so bedrängt worden, dass er in einen Pub flüchten musste. Der Vorsitzende der UK Independence Party (UKIP) wurde bei einer Pressekonferenz von Demonstranten mit Rufen von "Abschaum, Abschaum, Abschaum" unterbrochen.

Als ihm der Studentenführer Max Crema vorwarf, seine Partei habe eine "wohldokumentierte Geschichte des Rassismus", erwiderte Farage, Crema sei offenbar "weniger intelligent, als es aussieht". Seine Partei sei "nicht-rassistisch und nicht-sektiererisch". Die Polizei eskortierte Farage später aus dem Pub, in das er geflohen war.

Erfolg bei den Regionalwahlen

Farage befand sich in der schottischen Hauptstadt, um den Wahlkampf seiner nationalistischen Partei im Norden zu starten. Die UKIP hatte bei den Kommunalwahlen Anfang Mai in England fast ein Viertel der Stimmen erhalten und damit einen historischen Durchbruch erzielt. Die Partei könne nun nicht mehr als reine Protestpartei angesehen werden, sondern müsse ernst genommen werden, erklärte Farage daraufhin.

Die rechtspopulistische Partei, die bisher im Parlament in London nicht vertreten ist, tritt für den Austritt des Vereinten Königreichs aus der EU ein und fordert eine Reform des aus ihrer Sicht zu liberalen Einwanderungsrechts. (APA, 17.5.2013)

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