Umdasch schafft wieder Sprung über die Milliarde

16. Mai 2013, 17:09
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Wien - Das Familienunternehmen Umdasch mit Sitz in Amstetten hat den Geschäftseinbruch vor vier Jahren gut "verschalt". Der Umsatz ist 2012 um 9,4 Prozent auf 1,059 Mrd. Euro geklettert und hat fast wieder das Niveau vor Ausbruch der Finanzkrise 2008 erreicht. "Wir wollen nun auch das zweite Standbein neben Doka (Schalungen; Anm.), den Ladenbau, stärken", sagte der Vorstandschef der Gruppe, Andreas Ludwig, am Rande der Bilanzpräsentation am Donnerstag dem Standard.

Schlüsselkunden Rewe und Wolford

Ziel sei es, den Umsatzanteil der Sparte Ladenbau von rund einem Fünftel mittelfristig auf ein Drittel zu erhöhen. Dabei werde man sich auf einige Schlüsselkunden wie Rewe oder Wolford konzentrieren. Da der Markt sehr fragmentiert sei und die größten, darunter Umdasch Shopfitting, derzeit noch nicht über einen einstelligen Anteil hinauskommen, sei das Wachstumspotenzial entsprechend groß. Wichtig sei eine Stärkung des Standbeins Ladenbau auch deshalb, weil dieser einem anderen Konjunkturzyklus folge als das Schalungsgeschäft.

Mit diesem wiederum ist Umdasch global aufgestellt und in derzeit 70 Ländern aktiv. Auch der Großteil des Gewinns von zuletzt 62 (2011: 73) Millionen Euro (EGT) entfiel auf das Tochterunternehmen Doka Group. Detailzahlen werden nicht genannt.

Den Rückgang beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit führte Ludwig auf Vorlaufinvestitionen zurück. Heuer sollen die Früchte geerntet werden und der Gewinn deutlich höher ausfallen. Zu den größten Einzelprojekten der Doka gehört der Zentralbahnhof Wien. Die Gruppe beschäftigt 7430 Mitarbeiter. (Günther Strobl, DER STANDARD, 17.5.2013)

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