Studie: Nur 41 Prozent vertrauen SchönheitschirurgInnen

16. Mai 2013, 17:08
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Zehn Prozent der ÖsterreicherInnen haben bereits ästhetischen Eingriff in Erwägung gezogen

Wien - SchönheitschirurgInnen haben ein schlechtes Image in der österreichischen Bevölkerung. Das ergab eine aktuelle Studie des Gallup-Instituts unter 1.000 ÖsterreicherInnen im Auftrag des Österreichischen Verbandes für Interdisziplinäre Ästhetische Chirurgie (AFIAS). "Es ist erschreckend, wie schlecht die Reputation der ästhetischen Chirurgen ist", sagte AFIAS-Präsidentin und Dermatologin Sanja Schuller-Petrovic bei der Präsentation der Studie am Donnerstag in Wien. Nur vier von zehn ÖsterreicherInnen vertrauen ihnen und nur zehn Prozent fühlen sich ausreichend über das Thema informiert.

Zehn Prozent aller ÖsterreicherInnen haben schon einmal daran gedacht, einen ästhetischen Eingriff an sich durchführen zu lassen, darunter 17 Prozent aller Frauen und nur ein Prozent der Männer. Gründe für eine ästhetische Operation oder Behandlung sind unter anderem, "an meinem Körper gibt es etwas, das mich stört" (19 Prozent), und "um mehr Selbstvertrauen zu bekommen" (elf Prozent). Zwei Drittel der Befragten sagten, ein Eingriff komme für sie nicht infrage, "weil es nicht notwendig ist", aus Angst vor einem "künstlichen aussehenden Ergebnis" oder aus Kostengründen.

Wenig Wissen über Gesetzeslage

Allgemein haben Ärzte/Ärztinnen einen sehr guten Ruf in der österreichischen Bevölkerung, 78 Prozent der Befragten vertrauen ihnen. SchönheitschirurgInnen vertrauen jedoch nur 41 Prozent, der größte Vorwurf ist, sie wären "Abzocker", die vor allem viel Geld verdienen wollen. Drei Viertel gehen aber davon aus, dass sie eine gute Ausbildung haben. "Die einseitige negative Darstellung in der Öffentlichkeit" sei verantwortlich für den schlechten Ruf der Schönheitschirurgie, so Schuller-Petrovic. Fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) beziehen ihre Informationen über das Thema aus dem Fernsehen.

Auch über das Gesetz zur Regelung ästhetischer Operationen und Behandlungen, das seit Anfang des Jahres in Kraft ist, und unter anderem festlegt, wer operieren darf, ist wenig Wissen vorhanden. Während 78 Prozent der Befragten glauben, ein plastischer Chirurg dürfe Eingriffe vornehmen, seien es vor allem die Fachärzte/Fachärztinnen mit entsprechender Ausbildung, die dafür geeignet seien, da sie ein Organ niemals getrennt von seiner Funktion ansehen würden. "Das Zusammenspiel von Schönheit und Organfunktion muss stärker berücksichtigt werden", sagte Schuller-Petrovic. (APA, 16.5.2013)

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    SchönheitschirurgInnen haben ein schlechtes Image.

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