Humanic-Eigner siegt gegen Ex-Vorstand

16. Mai 2013, 16:12
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Der Oberste Gerichtshof bestätigte einen Schiedsspruch von 2010 und wies die Aufhebungsklage Ex-Vorstands Thomas Ridder ab

Graz/Wien - Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (OGH) hat einen jahrelangen Rechtsstreit zwischen der Leder & Schuh International AG, Mutter von Humanic und anderen Schuhhäusern, und deren ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Thomas Ridder beendet. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, habe der OGH den bereits im Jahre 2010 gefällten Schiedsspruch, dass Ridder zurecht abberufen wurde und nicht mehr Aktionär ist, als rechtskräftig erkannt und eine Aufhebungsklage abgewiesen.

Grobe Pflichtverletzung

Ridder war 2006 als Vorstandsvorsitzender abberufen worden. Der Vorwurf lautete auf grobe Pflichtverletzung wegen versuchter Kreditaufnahme zu ungünstigen Konditionen. Es folgte ein jahrelanger Rechtsstreit durch alle Instanzen. Es ging u.a. darum, Ridders Zehn-Prozent-Anteil am Konzern für nichtig zu erklären. Da alle Vergleichsbemühungen gescheitert waren, brachte Leder & Schuh 2008 eine Schiedsklage ein, die von Ridder in der Frage der Zuständigkeit des Schiedsgerichts bekämpft wurde.

"Leder & Schuh" ist nach eigenen Angaben einer der größten Schuhanbieter Europas (Corti, Dominici, Humanic, Jello, Shoe4You und Stiefelkönig). Die Gruppe verfügt derzeit über mehr als 370 Standorte und setzte im Vorjahr 543,3 Millionen Euro um, die Mitarbeiterzahl stieg zuletzt von 3.836 auf 4.266. (APA, 16.5.2013)

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    Thomas Ridder (Archivfoto aus 2005)

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