Malis Präsident will Tuareg Friedensangebot machen

16. Mai 2013, 14:47
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Traore in Brüssel: Terroristen sind keine Tuareg

Brüssel/Bamako - Malis Interimspräsident Dioncounda Traore will den Tuareg-Nomaden im Norden des Landes ein neues Friedensangebot machen. Dieses Angebot werde "in Kürze" vom früheren Außenminister Tiebile Drame persönlich den Tuareg-Führern überbracht werden, sagte Traore am Donnerstag in Brüssel im Europaparlament.

Die separatistische Befreiungsfront der Tuareg (Nationale Bewegung für die Befreiung des Azawad/MNLA) sei nicht mit den islamistischen Terroristen gleichzusetzen, die den Norden besetzt hatten und von französischen Soldaten in einer Militäraktion seit Jänner ertrieben worden seien.

Islamisten bekämpfen

"Das Problem, das es heute in Mali gibt, ist kein Tuareg-Problem", sagte Traore. "Heute haben wir es mit einem Problem zu tun, das von Terroristen, Jihadisten und Drogenhändler geschaffen wurde. Das sind keine Tuareg." Die MNLA bestehe "im Wesentlichen aus Maliern", sagte der Präsident. Man müsse mit ihr anders umgehen als mit den islamistischen Gruppen, die "mit allen Mitteln bekämpft werden müssen".

Nach einem Staatsstreich im März 2012 hatten Tuareg-Rebellen sowie islamistische Gruppen in weiten Teilen Nordmalis die Herrschaft übernommen. Im Mai hatten die Tuareg erklärt, sie hätten sich mit den Islamisten vereinigt und der Norden Malis sei ein islamischer Staat. Teile der Tuareg hatten sich aber im Juni und Juli wieder von dem Bündnis mit den Islamisten losgesagt. Die Herrschaft der Islamisten in Nordmali wurde von französischen Eingreiftruppen beendet. (APA, 16.5.2013)

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    Malis Präsident Dioncounda Traore besuchte das Europäische Parlament.

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