"Manuskripte"-Preis an Monique Schwitter

16. Mai 2013, 14:46
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Land Steiermark ehrt in Hamburg lebende Autorin

Graz/Hamburg  - Die in Hamburg lebende Schriftstellerin Monique Schwitter erhält den "manuskripte"-Preis des Landes Steiermark. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird seit dem Jahr 1981 im Drei-Jahresrhythmus verliehen und dient der Förderung der jungen deutschsprachigen Literatur, hieß es am Donnerstag aus dem Büro von Kulturlandesrat Christian Buchmann. Preisträger waren zuletzt u.a. Oswald Wiener, Lydia Mischkulnig und Elfriede Jelinek.

"Ihre Sprache ist knapp, reduziert, aber stets sehr präzise, nicht selten durchsetzt mit feinsinniger Ironie", urteilt die von der Landesregierung eingesetzte Literaturjury über Schwitters bisheriges schriftstellerisches Werk. Ihre scheinbar alltäglichen Geschichten würden sich "durch subtile Beobachtungsgabe und die rare Kunst, nicht beliebige Figuren, sondern markante Menschengestalten in die Literaturlandschaft zu entlassen", auszeichnen.

Von 2000 bis 2004 stand die aus der Schweiz stammende und am Salzburger Mozarteum in Schauspiel und Theaterregie ausgebildete Autorin (geb. 1972) auf der Bühne des Grazer Schauspielhauses. Danach gehörte sie bis 2010 dem Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg an, wo sie seither als freie Autorin lebt. Erste eigene Texte veröffentlichte Schwitter während ihrer Zeit in Graz, wo auch der Herausgeber der "manuskripte", Alfred Kolleritsch, auf ihre Prosastücke und Erzählungen aufmerksam wurde. In der Grazer Literaturzeitschrift wurden ihre Texte erstmals 2003 publiziert, "seither immer wieder", hieß es vonseiten der "manuskripte".

2005 erschien im Grazer Verlag Droschl der erste Erzählband "Wenn's schneit beim Krokodil", für den Schwitter 2006 mit dem Robert-Walser-Preis und dem Förderpreis der Schillerstiftung ausgezeichnet wurde. 2008 entstand als Auftragswerk für das Luzerner Theater das Theaterstück "Himmels-W", ebenfalls 2008 erschien ihr erster Roman "Ohren haben keine Lider", der 2010 auf Chinesisch übersetzt wurde. 2011 folgte der Erzählband "Goldfischgedächtnis".  (APA, 16.5.2013)

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