Schönheitschirurgen haben schlechtes Image

16. Mai 2013, 13:49
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17 Prozent aller Frauen und ein Prozent aller Männer haben schon überlegt, einen ästhetischen Eingriff an ihrem Körper durchführen zu lassen

Schönheitschirurgen haben ein schlechtes Image in der österreichischen Bevölkerung. Das ergab eine aktuelle Studie des Gallup-Instituts unter 1.000 Österreichern im Auftrag des Österreichischen Verbandes für Interdisziplinäre Ästhetische Chirurgie (AFIAS). Nur vier von zehn Österreichern vertrauen ihnen und nur zehn Prozent fühlen sich ausreichend über das Thema informiert. "Es ist erschreckend, wie schlecht die Reputation der ästhetischen Chirurgen ist", sagt AFIAS-Präsidentin und Dermatologin Sanja Schuller-Petrovic.

Mehr Selbstvertrauen

Zehn Prozent aller Österreicher haben schon einmal daran gedacht, einen ästhetischen Eingriff an sich durchführen zu lassen, darunter 17 Prozent aller Frauen und nur ein Prozent der Männer. Gründe für eine ästhetische Operation oder Behandlung sind unter anderem: "An meinem Körper gibt es etwas, das mich stört" (19 Prozent) und "um mehr Selbstvertrauen zu bekommen" (elf Prozent). Zwei Drittel der Befragten sagten, ein Eingriff komme für sie nicht infrage "weil es nicht notwendig ist", aus Angst vor einem "künstlichen aussehenden Ergebnis" oder aus Kostengründen.

78 Prozent der Befragten vertrauen Ärzten, allerdings nur 41 Prozent den Schönheitschirurgen. Der größte Vorwurf ist, sie wären "Abzocker", die vor allem viel Geld verdienen wollen. Drei Viertel gehen aber davon aus, dass sie eine gute Ausbildung haben. "Die einseitige negative Darstellung in der Öffentlichkeit" sei verantwortlich für den schlechten Ruf der Schönheitschirurgie, sagt AFIAS-Präsidentin Schuller-Petrovic. 

Mangelndes WIssen

Unzureichendes Wissen gibt es darüber, wer in Österreich ästhetische Operationen durchführen darf. Für 78 Prozent der Befragten sind das die plastischen Chirurgen, 39 Prozent nennen die Fachärzte für den jeweiligen Organbereich. Bei der Information will der AFIAS zuerst ansetzen. "Das Gesetz schaffe hier ein Stück dringend notwendiger Klarheit und Transparenz. Dies müssen wir nun auch den Patienten vermitteln", so Sanja Schuller-Petrovic. (APA/red, derStandard.at, 16.5.2013)

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