Europas Leitbörsen schließen wenig verändert

16. Mai 2013, 18:30
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Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Donnerstag nach der jüngsten Rekordjagd wenig verändert aus dem Handel gegangen. Im Verlauf kamen zudem enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten, welche auch in Europa auf die Aktienkurse gedrückt haben.

Der Euro-Stoxx-50 ermäßigte sich moderat um 0,10 Prozent auf 2.806,70 Zähler. Am Mittwoch hatten einige Indizes neue 5-Jahreshoch oder etwa der DAX den höchsten Stand in seiner knapp 25-jährigen Geschichte markiert. Ein Vermögensverwalter sprach von Gewinnmitnahmen am europäischen Aktienmarkt. Eine Korrektur sei zwar möglich. Doch angesichts der massenhaft vorhandenen Liquidität und Käufen bei kurzzeitigen Rücksetzern sei er mit Blick auf die weitere Entwicklung optimistisch.

Unter den Einzelwerten zogen Richemont um 7,60 Prozent an. Der Schweizer Luxusgüterhersteller hatte im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr kräftig zugelegt. Mit den Geschäftszahlen übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Experten.

Die Aktien des Konsumgüterherstellers Beiersdorf kletterten 2,34 Prozent. Händler verwiesen auf erneute Spekulationen über ein Interesse von Procter & Gamble (P&G) an dem Nivea-Konzern. Infineon gaben 1,59 Prozent nach. Die UBS hatte die Titel am Morgen von der "Most Preferred List" für europäische Technologiewerte gestrichen.

Schlusslicht im Schweizer Leitindex SMI waren die Aktien von Zurich mit einem Minus von 3,30 Prozent. Die niedrigen Zinsen hatten den Schweizer Versicherer zum Jahresauftakt belastet. Zudem lief das Geschäft mit Schaden- und Unfallversicherungen nicht ganz so gut wie von Experten erwartet.

Für die Aktien des Medienkonzerns Vivendi ging es 2,67 Prozent nach unten. Der Computerspiele-Entwickler Activision Blizzard, eine Tochter von Vivendi, hat Medienberichten zufolge einen Plan aufgeschoben, eigene Aktien von der Mutter Vivendi zurückzukaufen.

Südzucker gaben nach einem enttäuschenden Ausblick um starke 6,71 Prozent nach. Europas größtem Zuckerkonzern hat der stark gestiegene Zuckerpreis 2012/13 ein Rekordjahr beschert. Operativ verdiente Südzucker 974 Millionen Euro und damit 30 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im laufenden Jahre soll das operative Ergebnis aber deutlich auf 825 Millionen Euro zurückgehen.

Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat die Papiere von Electricite de France (EdF) auf "Underperform" abgestuft. Die Versorger-Titel sanken als Schlusslicht im CAC 40 um 5,24 Prozent. (APA, 16.5.2013)

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