Teures Essen, billiges Öl: Inflation bei 1,9 Prozent

16. Mai 2013, 11:26
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Im April geht die Teuerungsrate zurück, vor allem der günstige Ölpreis hilft dabei mit

Wien - Erstmals seit zweieinhalb Jahren ist in Österreich die Teuerung wieder unter die Zwei-Prozent-Marke gefallen, bei der die EZB von einer Preisstabilität ausgeht. Im April verringerte sich die Inflationsrate von 2,3 Prozent im März auf 1,9 Prozent, den niedrigsten Wert seit November 2010. Ohne billigere Mineralölprodukte hätte die Teuerung aber auch jetzt 2,3 Prozent betragen, erklärte die Statistik Austria am Donnerstag. In der Euro-Zone fiel die Jahresteuerung gleich auf 1,2 Prozent.

Hauptverantwortlich für die schwächere Preisdynamik hierzulande waren die im Jahresabstand um 7,2 Prozent niedrigeren Spritpreise. Da die Heizölpreise mit -8,4 Prozent ebenfalls stark zurückgingen, fielen die Teuerungen im Bereich "Wohnung, Wasser, Energie" mit +2,5 Prozent nicht mehr so kräftig aus wie in den Monaten davor.

Täglicher Einkauf spürbar teurer

Wieder spürbar teurer kam im April mit 3,7 Prozent Anstieg im Jahresabstand der typische tägliche Einkauf. Dieser enthält vor allem Nahrungsmittel, deren Preise um 4,1 Prozent zulegten. Im März hatte der Tageseinkauf nur 2,4 Prozent mehr gekostet. Der "Miniwarenkorb", der einen üblichen wöchentlichen Einkauf abbildet und deshalb neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch die Spritpreise umfasst, kam dagegen diesmal nur um 0,6 Prozent teurer, weil eben die Treibstoffe preisdämpfend wirkten.

Der für die Eurozone ermittelte Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) Österreichs erhöhte sich im April im Jahresabstand um 2,1 Prozent. Auch die Teuerung bei den typischen Ausgaben von Pensionistenhaushalten (PIPH) legte mit 2,3 Prozent - wie meistens - stärker zu als der allgemeine VPI. Von März auf April gesehen, blieb das heimische Preisniveau sowohl laut VPI als auch laut HVPI mit +/- 0,0 Prozent unverändert. (APA, 16.5.2013)

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