Warrior Games, die speziellen Paralympics

15. Mai 2013, 18:15
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Prinzlicher Besuch von Harry beim Kräftemessen der Kriegsversehrten und ein israelisches Vorbild

Colorado Springs - Am Donnerstag enden in Colorado Springs die vierten Warrior Games, die Spiele für Kriegsversehrte. Prinz Harry, die Nummer drei der britischen Thronfolge, hatte den fünftägigen Event eröffnet, den das Verteidigungsministerium und das nationale paralympische Komitee der USA veranstalten. Rund 260 Veteranen der Einsätze im Irak und in Afghanistan, darunter 35 Angehörige der britischen Streitkräfte, maßen sich im olympischen Trainingszentrum und der Luftwaffenakademie in Disziplinen wie Schießen, Leichtathletik, Sitzbasketball, Radfahren und Schwimmen.

Prinz Harry, selbst zweimal in Afghanistan eingesetzt, plädierte für eine britische Ausgabe der Warrior Games. Er sehe keinen Grund dafür, warum solche Spiele nicht ein Stadion mit 80.000 Leuten füllen sollten, sagte der Harry und spielte damit auf den Erfolg der Londoner Paralympics im vergangenen Jahr an, deren Leichtathletikwettbewerbe im tagtäglich ausverkauften Olympiastadion stattfanden.

An den Paralympics hatten etliche Kriegsversehrte teilgenommen. Zum Teil mit spektakulärem Erfolg. So besorgte Noam Gershoni, der als Hubschrauberpilot im zweiten Libanonkrieg schwer verletzt worden war, Israel mit seinem Sieg im Rollstuhltennis das erste paralympische Einzelgold. (Siegfried Lützow, DER STANDARD, 16.5.2013)

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    Prinz Harry schickt bei den Warrior Games in Colorado die Handbiker auf den Weg.

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