Krankenkasse trägt Kosten für abgetrennten Arm

15. Mai 2013, 17:33
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Mann war als Arbeiter in der Bauschuttdeponie ordnungsgemäß angemeldet

Eisenstadt - Tibor Aradi, der mit seinem abgetrennten Unterarm selber ins Eisenstädter Spital gefahren ist, hatte nur eine Bitte, als ihn sein Chef, Josef Sodfried, endlich am Handy im Wiener AKH erreichte: ob er eh weiter arbeiten könne bei dem Purbacher Unternehmen.

Dort war er, wie die Sprecherin des Unternehmens dem STANDARD bestätigte, ordnungsgemäß angemeldet. Seit sieben Jahren schon, erst als Lkw-Fahrer, dann in der Bauschuttdeponie, wo der Unfall geschah. Auch Tibor Aradis Vater war acht Jahre im Betrieb tätig.

Keine Verstöße gegen Arbeitszeitgesetz

Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz dürfte es keine gegeben haben. Harald Schermann, Sprecher der Wirtschaftskammer Burgenland: "Im Baunebengewerbe darf man bis Samstag, 15 Uhr arbeiten." Der Unfall aber passierte eine Stunde früher.

Anfang Juni steht Tibor Aradi schon die nächste Operation bevor. Um die Kosten wenigstens muss er sich nicht sorgen, die übernimmt die burgenländische Gebietskrankenkasse. (wei, DER STANDARD, 17.5.2013)

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