Rewe prüft Trennung von Elektrohandelskette ProMarkt

15. Mai 2013, 16:21
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ProMarkt verfügt über knapp 2.000 Beschäftigte und 70 Filialen

Die Elektrohandelskette ProMarkt mit knapp 2.000 Beschäftigten und 70 Filialen steht vor dem Verkauf. Der Handelsriese Rewe prüfe eine Trennung von der Unterhaltungselektronik-Sparte, teilte der Kölner Konzern am Mittwoch mit. Angesichts des scharfen Wettbewerbs im Unterhaltungselektronik-Markt in Deutschland und der Konkurrenz durch den Online-Handel müsse Rewe diesen Schritt in Betracht ziehen, erklärte Rewe-Vorstandsmitglied Frank Wiemer. Perspektiven für eine "profitable Zukunft" gebe es für die ProMarkt-Filialen unter dem Dach von Rewe nicht. Mit einem Marktanteil von etwa 1,4 Prozent am Unterhaltungselektronik-Gesamtmarkt in Deutschland "fehlen die Voraussetzungen für eine Restrukturierung von ProMarkt aus eigener Kraft", räumte Wiemer ein.

Konkurrenz zu Media-Saturn

Die Kette ProMarkt, die unter anderem mit der Metro -Tochter Media-Saturn konkurriert, gehört zu den Sorgenkindern des Rewe-Konzerns. Im vergangenen Jahr hatte die Kette einen dramatischen Umsatzrückgang um 15,5 Prozent verkraften müssen. In der Branche war schon länger über eine Trennung von der Kette spekuliert worden.

Media-Saturn hatte im ersten Quartal 2013 ein Umsatzplus von zwei Prozent auf 5,1 Milliarden Euro vermeldet - im deutschen Heimatmarkt kletterten die Erlöse sogar um über fünf Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Auch Media-Saturn ächzte lang unter der Konkurrenz von Online-Händlern wie Amazon. Dann begann aber eine Offensive im Internet - zudem übernahm Media-Saturn 2011 den Online-Händler Redcoon. (Reuters, 15.5.2013)

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