Südliche Länder wollen beim Arktischen Rat dabeisein

15. Mai 2013, 13:23
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Die acht eigentlichen Mitgliedsländer nehmen sich der Ölverschmutzungen im Norden an

Stockholm - Der Arktische Rat will bei der Bekämpfung von Ölverschmutzung in der Region um den Nordpol besser zusammenarbeiten. Beratungen des Gremiums begannen am Mittwoch im nordschwedischen Kiruna. Die USA sind im Tagungsverlauf mit Außenminister John Kerry und Russland mit dessen Kollegen Sergej Lawrow vertreten.

Die Bedrohung durch Umweltkatastrophen hat mit der Erderwärmung und der Eisschmelze in der Arktis zugenommen. Es wird erwartet, dass das Transportaufkommen in der rohstoffreichen Region durch nun offene Seewege stark zunehmen wird. Neben Fragen des Umweltschutzes und der gegenseitigen Katastrophenhilfe gewinnt zunehmend die Ausbeutung arktischer Bodenschätze Bedeutung.

Neu mit dabei

Umstritten war unter den acht Mitgliedsländern des Rates der Antrag Chinas auf Zulassung als ständiger Beobachter. 13 weitere Länder und Organisationen, unter ihnen die EU, Indien und Japan, wollen ebenfalls einen Beobachterstatus. Nach ersten Beratungen wurde China, Japan, Indien, Südkorea, Singapur und Italien ein Beobachterstatus eingeräumt, die Entscheidung zur EU wurde vorerst aufgeschoben.

Das Mitgliedsland Kanada soll für die kommenden zwei Jahre den Vorsitz des Rates übernehmen. Gegründet wurde der Arktische Rat 1996. Mitgliedsländer sind neben Kanada, den USA und Russland auch Finnland, Island, Norwegen, Schweden und Dänemark, zusammen mit Grönland und den Faröer-Inseln. (APA/red, derStandard.at, 15. 5. 2013)

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