Videoüberwachung in Grazer Öffis ab sofort aktiv

15. Mai 2013, 11:08
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Kameras in 21 Bussen und 15 Variobahnen - Daten werden bis zu 120 Stunden gespeichert

Die Videoüberwachung in Grazer Straßenbahnen und Bussen ist seit Mittwoch im Einsatz - vorläufig aber nur in 21 Bussen und den 15 neuen Variobahnen. Die Daten aus den Kameras werden unter der Woche 48 und am Wochenende 120 Stunden auf einem Chip in der Tram gespeichert. Dort werden sie auch wieder automatisch gelöscht, außer die Polizei will sich Aufnahmen zur Klärung einer Straftat ansehen, erklärte Holding Graz-Sprecher Gerald Pichler.

Jeweils acht Kameras

In den Variobahnen sind jeweils acht Kameras auf die Vorgänge im Fahrgastraum gerichtet, in vier Gasbussen sind fünf Kameras installiert und in 17 Gelenkbussen zeichnen ab sofort sieben elektronische Augen auf. Die Fahrer sehen die Bilder nicht, haben aber über ihre Kontrollmonitore bei den Haltestationen nach wie vor die hinteren Einstiegstüren per Video im Blickfeld. Gekennzeichnet sind die Fahrzeuge mit Videoüberwachung mit Aufklebern an den Einstiegen sowie im Fahrgastraum.

Ausweitung angedacht

Für die Zukunft sei laut Pichler geplant, alle neuen Busse und Variobahnen mit Videoaufzeichnung auszustatten. Entsprechende Anträge sollen gestellt werden. Betroffen sind weitere 30 Variobahnen, die erst in Betrieb gehen, sowie 34 neue Busse, die im Herbst bzw. Winter kommen sollen. Eine Nachrüstung der anderen schon fahrenden Busse und Trams - wie etwa der Cityrunner - werde nicht erfolgen: "Das zahlt sich nicht aus", sagte der Sprecher. Die älteren Modelle würden ohnehin nach und nach aus dem Verkehr gezogen. (APA, 15.5.2013)

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