Programm der Imker gegen das Bienensterben

14. Mai 2013, 19:12
2 Postings

Fruchtfolge sei das wirksamste Mittel gegen Schädlinge wie den Maiswurzelbohrer, sagt der Imkerverband

 Wien - Neonicotinoide zu verbieten reiche nicht aus, um Bienen zu schützen, betonten dem Imkereidachverband "Biene Österreich" und der Umweltdachverband am Dienstag. Denn das mit Pestiziden gebeizte Saatgut sei nur eines von vielen Problemen der derzeitigen Intensivlandwirtschaft, die Bienenvölker unter Druck setzt.

Allein die riesigen Monokulturen windbestäubter Pflanzen wie Mais: "Das sind Wüsten für die Bienen", betonte Michael Proschek-Hauptmann, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes (UWD). Und UWD-Präsident Gerhard Heilingbrunner: Die "stark monokulturelle und in manchen Regionen immer intensiver werdende Landwirtschaft ist eines der zentralsten Probleme".

Fruchtfolge am wirksamsten

Daher müsse wieder "Struktur in die Landwirtschaft gebracht werden, um den Tieren einen Lebensraum zu schaffen", ergänzte Josef Stich, Obmann von "Biene Österreich". Fruchtfolge ist das wirksamste Mittel gegen Schädlinge wie den Maiswurzelbohrer - würde nicht Jahr für Jahr nur Mais angebaut, wäre das Beizen der Samen überhaupt nicht nötig.

Imker- und Umweltdachverband präsentierten ein "Zehn-Punkte-Programm zur Rettung der Biene" - von der Stärkung der Fruchtfolge über eine Förderung des Biolandbaus und der Überarbeitung des Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutzmittel bis zu einer Bienenschutz-Bewusstseinskampagne und der Einrichtung eines eigenen Instituts für Bienenkunde. (Roman David-Freihsl, DER STANDARD, 15.5.2013)

Share if you care.