Weltweit immer mehr Gefahren für Fußgänger

14. Mai 2013, 15:56
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2011 sind 13 Kinder im Straßenverkehr gestorben: ÖAMTC appelliert an Eltern und Autofahrer

Wien - 2.899 Kinder bis 14 Jahren sind im Jahr 2011 in Österreich im Straßenverkehr verunglückt, 13 von ihnen tödlich. Knapp 27 Prozent der verunglückten Kinder waren Fußgänger. Darauf wies der ÖAMTC am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien hin und appellierte an Eltern, mit ihren Kindern speziell das richtige Überqueren von Straßen zu üben. ÖAMTC-Präsident Werner Kraus rief die Fahrzeuglenker zu mehr Verantwortungsbewusstsein und Achtsamkeit auf.

28 Prozent der Kinder, die als Fußgänger in Unfälle involviert waren, sind auf Schutzwegen verunglückt. "Fahrzeuglenker sind in der Pflicht, auf die kleinen Verkehrsteilnehmer Acht zu geben", sagte Kraus. Risikofaktoren sind Ablenkung, Alkohol am Steuer und zu hohes Tempo.

Afrika am gefährlichsten für Fußgänger

Weltweit sind 2012 rund 1,3 Millionen Personen im Straßenverkehr tödlich verunglückt, etwa 22 Prozent davon als Fußgänger. Am gefährlichsten ist die Situation für Fußgänger in Afrika. Mit 38 Prozent ist hier der Anteil der bei Verkehrsunfällen getöteten Fußgänger am höchsten. "Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche", sagte FIA-Präsident Jean Todt bei der Pressekonferenz.

Durch rasches Wirtschaftswachstum in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern hat der Motorisierungsgrad stark zugenommen. Das führt dazu, dass die Straßen für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer gefährlicher werden. "In vielen Entwicklungsländern ist der tägliche Schulweg eine tödliche Falle", so Global Road Safety Ambassador Michelle Yeoh Alarm. Grundlegende Sicherheitsmaßnahmen wie Straßenbeleuchtung, Gehwege, Tempolimits fehlen in vielen Ländern nach wie vor.

Die UNO hat auf Initiative der FIA im Jahr 2010 die "Decade of Action for Road Safety" ausgerufen. Ziel ist, die Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren. "Mit geeigneten Maßnahmen können bis zum Jahr 2020 fünf Millionen Todesopfer und 50 Millionen Schwerverletzte im Verkehr verhindert werden", verdeutlichte FIA-Präsident Todt.

Und Alexander Wurz, ehemaliger Formel-1-Rennfahrer und Vater von drei Kindern, nannte die drei Komponenten "Engineering, Education und Enforcement" als Schlüssel zum Erfolg für Fußgängersicherheit der Kinder. Er sieht die Kultur des Nichtstehenbleibens als Problem. (APA, 14.5.2013)

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    28 Prozent der Kinder, die als Fußgänger in Unfälle involviert waren, sind auf Schutzwegen verunglückt.

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