Spitzeneinkommen stagnierten 2012

14. Mai 2013, 11:30
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Jene der zweiten und dritten Ebene haben aber laut dem Wirtschaftsforum der Führungskräfte zulegen können

Wien - Das Einkommen von Spitzenmanagern in Österreich hat 2012 bei 192.500 Euro stagniert. Führungskräfte der zweiten Ebene konnten sich über ein Plus am Gehaltszettel von drei Prozent auf 119.000 Euro freuen, bei Führungskräften der dritten Ebene gab es einen Zuwachs von fünf Prozent auf 87.000 Euro, geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF) unter 526 Managern hervor.

Kalte Progression

Damit hätten Spitzenmanager heuer real an Einkommen verloren, dazu komme die Solidarabgabe als zusätzliche Steuerbelastung. Manager der zweiten und dritten Ebene hätten zwar ein leichtes reales Einkommensplus, das werde aber durch die kalte Progression wieder aufgefressen. Diese Einkommensverluste der Führungskräfte könnten auf längere Sicht die Position Österreichs als Wirtschaftsstandort beschädigen "und ein negatives Signal an diejenige Personengruppe darstellen, welche hauptverantwortlich für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes ist", befürchtet der Vorsitzende des Wirtschaftsforums der Führungskräfte, Karl Javurek.

Laut jährlichen Einkommensberichten des WdF ist das Einkommen der ersten Führungsebene seit 1982 inflationsbereinigt um die Hälfte gestiegen, auf de zweiten und dritten Führungsebene stagnierte es hingegen.

Fixvergütung

Aktuell beziehen demnach Manager der ersten Ebene durchschnittlich 150.800 Jahreseinkommen (78 Prozent) als Grundgehalt und 41.700 Euro als variablen Bonus. 99 Prozent erhielten ihren Bonus zumindest teilweise in bar, 11 Prozent als Unternehmensanteile/Optionen und vier Prozent als Aktien/Anleihen.

In der zweiten Ebene gibt es im Schnitt 100.500 Euro Grundgehalt (84,5 Prozent) und 18.400 Euro variabel, auf der dritten Ebene sind es 75.500 Euro fix (87 Prozent) und 11.600 Euro variabel. Gewinn und Zielerreichung sind die zentralen Kriterien der variablen Gehaltsbestandteile, insgesamt steigt der Anteil des Grundgehalts am Gesamteinkommen, so die WdF-Erkenntnisse.

Größe zählt

Je größer das Unternehmen, desto höher das Einkommen der Führungskräfte: Bei Firmen mit mehr als 500 Mio. Euro Jahresumsatz verdienen die Spitzenmanager im Schnitt 375.000 Euro. Dafür waren sie durchschnittlich 53 Tage auf Achse, davon 33 Tage im Inland. Zu 83 Prozent konnten sie auf ein Dienstauto zurückgreifen, am häufigsten war dies in der ersten Führungsebene ein Audi (38 Prozent) oder ein BMW (15 Prozent). In der zweiten und dritten Führungsebene war hingegen VW die häufigste Marke für Dienstautos.

Zehn Prozent der Befragten waren weiblich. "In der aktuellen Stichprobe verdienen Frauen in der ersten Führungsebene fast so viel wie ihre männlichen Kollegen", heißt es in der Untersuchung. (APA, 14.5.2013)

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    Aktuell beziehen demnach Manager der ersten Ebene durchschnittlich 150.800 Jahreseinkommen (78 Prozent) als Grundgehalt und 41.700 Euro als variablen Bonus.

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