Stromnetzpanne: "Zu 99 Prozent ein Systemfehler"

14. Mai 2013, 11:11
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Bericht über Computerpanne soll bis Ende Mai fertig gestellt werden

Noch immer ist die Ursache nicht geklärt, wie es Anfang Mai zu jener Computerpanne kommen konnte, die das automatische Steuerungssystem der heimischen Stromnetze vorübergehend lahmlegte. Zur Erforschung müssten riesige Datenvolumina durchgecheckt werden, bis Ende Mai hofft die E-Control einen Bericht darüber vorlegen zu können, sagte der Vorstand der Regulierungsbehörde Walter Boltz dem STANDARD. Zu 99 Prozent habe es sich bei dem Vorfall aber nicht um einen Hackerangriff, sondern um einen Systemfehler gehandelt.

Zufall

Dass zeitgleich zum Wochenende 4./5. Mai ein gezielter Angriff auf das Online-Banking der Bank Austria erfolgte, bezeichnete Boltz als Zufall. Banken operierten mit kommerziellen Rechnersystemen, bei den Steuerungszentralen des betroffenen Übertragungsnetzbetreibers APG seien Siemens Prozessrechner im Einsatz.

Stromversorgung nicht betroffen

Bei dem Vorfall war eine Flut von Messdaten aus dem Süden des Landes in der Steuerungszentrale des Übertragungsnetzbetreibers APG eingeprasselt. Da einige Informationen durch den Fehler nur verzögert zur Verfügung standen, konnten manche Kraftwerke nicht mehr per Computer gesteuert werden. Stattdessen wurde auf Telefonkommunikation und manuelle Steuerung zurückgegriffen. "Die Stromversorgung per se war nicht betroffen", betont Boltz. (Karin Tzschentke, DER STANDARD, 14.5.2013)

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