Europas Leitbörsen überwiegend schwächer

14. Mai 2013, 12:42
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Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Mittagshandel überwiegend mit moderaten Verlusten tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 sank bis 12.15 um 10,70 Einheiten oder 0,39 Prozent auf 2.766,69 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte mit 8.269,42 Punkten und einem Minus von 9,87 Einheiten oder 0,12 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London ermäßigte sich um 6,36 Zähler oder 0,10 Prozent auf 6.625,40 Stellen.

Für Enttäuschung sorgte zuletzt der ZEW-Konjunkturbarometer, der im Mai überraschend stagnierte. Der Index, der die Stimmung deutscher Finanzexperten wiedergibt, legte geringfügig auf 36,4 Zähler nach 36,3 Punkten im Vormonat zu, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte. Volkswirte hatten mit einem deutlich stärkeren Anstieg auf 40,0 Punkte gerechnet. Hingegen weiteten die Industrieunternehmen der Eurozone ihre Produktion im März überraschend stark aus. Im Vergleich zum Vormonat ist die Produktion um 1,0 Prozent gestiegen, während Volkswirte nur einen halb so starken Anstieg erwartet hatten.

In einem Branchenvergleich präsentierte sich der Rohstoffsektor besonders schwach. Börsianer verweisen zur Begründung auf eine Studie der Investmentbank JPMorgan, in der die Jahres-Wachstumsprognose für China von 7,8 auf 7,6 Prozent nach unten revidiert wurde. Vor diesem Hintergrund gaben in London unter anderem Rio Tinto (minus 2,48 Prozent) oder Fresnillo (minus 3,30 Prozent) nach.

Unterdessen sorgte die fortschreitende Berichtssaison für weitere Impulse. So notierten die EADS-Titel nach der Präsentation von Erstquartalszahlen mit einem Kursplus von 1,78 Prozent an der Spitze des Euro-Stoxx-50. Lukrative Flugzeugverkäufe haben dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern im ersten Quartal einen kräftigen Gewinnsprung beschert. Der Umsatz sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern haben einem Händler zufolge die Erwartungen übertroffen.

Am anderen Ende des europäischen Leitindex tendierten hingegen GDF Suez mit einem Kursverlust von 2,54 Prozent. Die Aktien des Pariser Energiekonzerns wurden von der Nachricht belastet, dass die belgische Holdinggesellschaft Bruxelles Lambert 65 Mio. GDF-Aktien zum Kurs von 16,26 Euro verkauft hatte.

In Frankfurt legten unterdessen mit K+S, der Merck KGaA und der Deutschen Post gleich drei DAX-Konzerne Zahlen für das Auftaktquartal vor. Die Papiere des Dünger- und Salzproduzenten K+S sowie des Pharma-und Chemiekonzern Merck profitierten zuletzt mit nur noch moderaten Aufschlägen von den zunächst sehr positiv aufgenommenen Resultaten. Deutsche-Post-Titel rückten an der DAX-Spitze um mehr als dreieinhalb Prozent vor.

In London durften sich die Aktionäre von Severn Trent über ein Kursfeuerwerk freuen. Die Titel des britischen Wasserversorgers schossen nach einem Übernahmeangebot eines internationalen Investorenkonsortiums fast 15 Prozent in die Höhe. (APA, 14.5.2013)

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