Chinas Luxusvariante eines Harley-Treffens

Ansichtssache15. Mai 2013, 05:30
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Harley-Davidson-Besitzer wird in der Volksrepublik nur, wer nicht auf den Yuán schauen muss

Die Lederkluft ist nirgends abgewetzt, die blank geputzte Designersonnenbrille glänzt ebenso in der Sonne wie die Rolex. Auch die bis zu den Händen reichenden Tätowierungen sind nur Aufdrucke auf den hautengen Ärmeln der Leiberlträger. Die Authentizität eines rauen Rockerlebens ist beim jährlichen Harley-Treffen am Qiandao-See in der chinesischen Provinz Zhejiang kein Maßstab.

Zum fünften Mal trafen sich am vergangenen Samstag über tausend Harley-Davidson-Besitzer am chinesischen Faaker See und sie alle teilen neben der Leidenschaft zum Bike eine Gemeinsamkeit: Sie haben Geld.

Seit die Steuerbehörden die amerikanischen Motorräder als Luxusprodukte eingestuft haben, gelten sie in China als Zeichen des Wohlstands - und das spült dem Staat einiges an Yuán in die Kassen. Denn in einigen Fällen übersteigt der Steueranteil sogar jenen Betrag, der in den USA auf dem Preismarkerl der Maschine hängt, schreibt der Fotograf der Bilder, Carlos Barria, im Reuters-Blog. Sehen Sie hier: Country Club meets Easy Rider, Zhejiang Art. (mm, derStandard.at, 14.5.2013)

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