Apps und Filesharing: Der Browser im Wandel

    14. Mai 2013, 09:43
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    Dem einstigen "Fenster in die Welt des Internets" wird wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt

    Der klassische Browser zum Surfen und Lesen von Websites ist Vergangenheit. Die neue Generation von Browsern ermöglicht Usern ein völlig neues Arbeitserlebnis. Der Webbrowser wird zur zentralen Plattform für zahlreiche Workflows.

    Neue Geschäftsfelder

    Auf dem Vormarsch ist hier – wenig überraschend – Google. Das Unternehmen hat schon vor langer Zeit erkannt, dass der Browser nicht nur zum Surfen dient. In Googles Chrome-Browser können User mittlerweile Dateien teilen, Notizen synchronisieren, Instant Messaging Dienste benutzen und die Google-Suche mittels Spracheingabe benutzen. Wie Das "Wall Street Journal" berichtet, gibt es von Google auch Bestrebungen, den Browser mit einem Wagen in Verbindung zu setzen.

    Auch kleine Browser bereiten sich vor

    Cloud-Browser-Hersteller Maxthon, dessen Popularität noch nicht an die von Googles Chrome herankommt, wird auch bald seine Synchronisations-Möglichkeiten im Browser erweitern. So werden bald lokale Dateien und Downloads über mehrere Geräte über den Browser zugänglich und auffindbar sein und Daten über den eigenen Speicherdienst synchronisiert.

    Kooperationen

    Die Hälfte der 120 Millionen User des Maxthon-Browsers befindet sich eigenen Angaben zufolge in China. Das Potential ist also noch groß, vor allem, weil Maxthons Browser für zahlreiche Geräte verfügbar ist: Desktops, Smartphones, Tablets und Systeme in Autos – in einer Kooperation mit Pioneer.

    Schneller und lebendiger

    Abseits der drei führenden Browser-Hersteller (Microsoft, Google, Apple) versuchen viele andere Unternehmen, Usern spezielle Dienste über eigene Browser anzubieten. Neue Technologien und Standards wie HTML5 erlauben es, neue und brauchbare Features in Browser einzubauen. Nachdem Apps den mobilen Markt stark eingenommen haben, war die Entwicklung am Browser-Markt eine Zeit lang langsamer als erwartet. Das Browsen wird aber, so Mozilla-Manager Jay Sullivan, zukünftig "lebendiger, schneller und spaßiger".

    Kommunikationsmöglichkeiten

    Mozilla setzt weniger auf Autos und Synchronisation als auf neue Kommunikationsmöglichkeiten im Browser. Videochats und neue Identitätsfeatures wie Mozillas "Persona" sollen Usern das Interagieren mit anderen erleichtern. Mit "Persona" können sich User mit bestehenden Accounts auf Websites anmelden, um dort zum Beispiel Kommentare zu hinterlassen.

    Andere haben es schwer

    Andere Browserhersteller hingegen haben weniger Adaption gefunden. Der einstige Browser Rockmelt wollte mit Features für Social Media punkten, hat aber lediglich 4,5 Millionen Menschen erreichen können. In den nächsten Monaten soll der Browser endgültig eingestellt werden. Den Fokus legt das Unternehmen jetzt auf die Suche interessanter Webseiten – wie StumbleUpon. (red, derStandard.at, 14.5.2013)

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      Googles Chrome-Browser wird laufend mit neuen Features aufgerüstet

       

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