Belize: Bauarbeiter zerstörten über 2.000 Jahre alten Maya-Tempel

14. Mai 2013, 09:33
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Direktor des Nationalen Archäologischen Instituts ist entsetzt und kündigt rechtliche Schritte an

Belmopan - Bauarbeiter in Belize haben mit Baggern einen über 2.000 Jahre alten Maya-Tempel zerstört. Die Arbeiter verwendeten die Steine der Pyramide Noh Mul im Norden des mittelamerikanischen Landes anschließend, um eine Straße in der nahe gelegen Ortschaft Douglas zu verfüllen, wie der Fernsehsender Channel 7 am Wochenende auf seiner Internetseite berichtete (hier gibt es mehr Bilder von dem Zerstörungswerk). Nur noch ein kleiner Teil der Anlage blieb stehen. "Ich bin entsetzt", sagte Allan Moore vom Institut für Archäologie dem Sender. "Die Zerstörung ist unglaublich."

Rechtliche Schritte gegen Bauunternehmen und Grundstücksbesitzer

Zwar handele es sich bei der religiösen Stätte um einen mittlerweile bewachsenen Hügel in einem privaten Zuckerrohrfeld, dennoch habe den Bauarbeitern klar sein müssen, dass es sich um ein historisches Bauwerk handele. Immerhin sei die Struktur im flachen Umland gut sichtbar und allgemein bekannt gewesen. Von der ursprünglich 33 Meter hohen Pyramide blieb nur der Kern übrig. In Belize sei die Zerstörung präkolumbischer Artefakte grundsätzlich verboten, hieß es in dem Bericht von Channel 7. Der Direktor der Archäologischen Instituts, Jaime Awe, sagte dem Sender, er werde rechtliche Schritte gegen das Bauunternehmen und den Grundstücksbesitzer einleiten. (APA/red, derStandard.at, 14.05.2013)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Von der 33 Meter hohen Maya-Ruine blieb nur mehr der Ziegelkern stehen.

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