Leitbörsen Fernost schließen mehrheitlich im Minus

14. Mai 2013, 12:04
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Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag mehrheitlich schwächer tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio ermäßigte sich um 23,79 Zähler oder 0,16 Prozent auf 14.758,42 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 59,53 Zähler (minus 0,26 Prozent) auf 22.930,28 Einheiten. Der Shanghai Composite gab 24,91 Punkte oder 1,11 Prozent auf 2.217,01 Punkte nach.

Leicht nach oben ging es hingegen an den Märkten in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.432,76 Zählern mit einem Plus von 3,80 Punkten oder 0,11 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 7,7 Zähler oder 0,15 Prozent auf 5.202,50 Einheiten.

Marktteilnehmer verwiesen zur Begründung der schwächeren Tendenz in Tokio auf Gewinnmitnahmen infolge der kräftigen Kursgewinne der vergangenen Tage. Der Nikkei-225 hatte allein in der vergangenen Woche sieben Prozent zugelegt und war am Montag dank eines schwachen Yen hatte um weitere 1,20 Prozent gestiegen.

Auf Unternehmensseite standen insbesondere Versorger im Fokus, nachdem zuvor das japanische Analysehaus Nomura seine Bewertung für einige Titel des Sektors angehoben hatte. Tokio Electric schossen um 18,10 Prozent in die Höhe und Kansai Electric Power rückten um 13,09 Prozent vor. Beobachter begründeten den Anstieg zudem mit Aussagen der japanischen Regierung, wonach der Betreiber des Unglückreaktors in Fukushima, Tepco, nicht komplett für den Unfall verantwortlich zu machen sei.

Papiere des Unterhaltungselektronikkonzern Pioneer schossen mit einem Kursaufschlag von 25,75 Prozent an die Spitze des Nikkei. Grund sei der geplante Aktienkauf durch Mitsubishi Electric und NTT DoCoMo, so Börsianer. Durch ihren Einstieg kommen die beiden Unternehmen dem jüngst in Schwierigkeiten geratenen Pioneer-Konzern zu Hilfe.

In China sorgte indessen eine Studie der Investmentbank JPMorgan Chase für Aufsehen, die ihren Ausblick für das Wirtschaftswachstum senkte. Die Bankanalysten revidierten ihre Wachstumsprognose von 8,0 Prozent auf 7,8 Prozent nach unten. Für das Gesamtjahr wird mit einer Rate von 7,6 Prozent gerechnet, nachdem zuvor ein Wachstum von 7,8 Prozent erwartet worden war.

Deutliche Verluste gab es in Shanghai unter den Papieren der Immobilienentwickler. So sackten Poly Real Estate um 3,01 Prozent ab und China Vanke verbilligten sich in Shenzhen um 2,58 Prozent. Von einem negativen Analystenkommentar zum chinesischen Flugsektor der Credit Suisse wurden außerdem die Papiere von Air China (minus 2,55 Prozent) und China Southern Airlines (minus 1,74 Prozent) belastet. (APA, 14.5.2013)

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