Neun Meter hohe Eiswand zerstörte in Kanada zahlreiche Hütten

14. Mai 2013, 06:02
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Experte: Gefährliches Naturphänomen gar nicht so selten

Ottawa - Eine durch starke Winde meterhoch aufgetürmte Eiswand hat in Zentralkanada zahlreiche Hütten zerstört. Wie die Behörden am Montag mitteilten, war die Eiswand bis zu neun Meter hoch, als sie am Wochenende in Ochre Beach in der Provinz Manitoba niederging.

27 Häuser seien dabei zerstört oder schwer beschädigt worden, jedoch habe es keine Verletzten gegeben. Für den Ort rund 300 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt Winnipeg wurde der Notstand ausgerufen, die Behörden sagten den Betroffenen finanzielle Hilfe zu.

Eiswand bewegte sich schnell

Jay Doering, Ingenieur der University of Manitoba sagte, ein solches Naturereignis sei gar nicht so selten, sondern komme immer wieder vor. Auch in der kanadischen Provinz Alberta sowie im US-Bundesstaat Minnesota hätten sich am Wochenende Eiswände aufgetürmt.

"Es bedarf nur der richtigen Voraussetzungen: Eis am offenen Meer, keine große Platte, sondern eher kleine Partikel, und starker Wind", sagte Doering. In Ochre Beach, wo Windgeschwindigkeiten bis 80 Stundenkilometer herrschten, habe sich die Eiswand sehr schnell vorwärts bewegt. Nach zehn bis 15 Minuten sei das gefährliche Naturereignis vorüber gewesen. (APA, 14.5.3013)

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