6.000 Unterschriften gegen Salzburger 380-kV-Freileitung

13. Mai 2013, 20:03
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Gesundheitliche Gefährdung und negative Auswirkungen auf Natur- und Landschaftsgebiete befürchtet

Salzburg - Rund 6000 Einsprüche gegen die durchgehend als Freileitung geplante 380-KV-Trasse reichten die Gegner der Starkstromleitung am Montag in der Post-Einlaufstelle des Landes Salzburg ein. Für die Kabelkämpfer eindeutig ein Widerstand, den die Politik nicht übergehen könne. Nach den Wahlen hoffen die Bürgerinitiativen gegen die Freileitung, dass sich noch etwas in Richtung Verkabelung bewegt. Die Verbund-Tochter Austrian Power Grid AG hatte die Variante einer zumindest abschnittweisen Verlegung unter der Erde bisher strikt abgelehnt.

Die Interessengemeinschaft (IG) Erdkabel arbeitete Muster-Einsprüche aus, damit möglichst viele Menschen von ihrem Einspruchsrecht im laufenden Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren (UVP) Gebrauch machen. 23 verschiedene Gründe listen die Gegner der Freileitung auf. Vor allem eine mögliche gesundheitliche Gefährdung soll durch die Einsprüche geltend gemacht werden. Aber auch negative Auswirkungen auf Natur- und Landschaftsgebiete, Eingriffe in das Landschaftsbild oder die Wertminderung von Liegenschaften im betroffenen Gebiet werden als Gründe aufgezählt. Unterstützung bekamen die Gegner am Montag auch von der grünen Landessprecherin Astrid Rössler.

Die geplante, 113 Kilometer lange Freileitung mit rund 450 Strommasten zwischen Elixhausen im Flachgau und Kaprun im Pinzgau ist das letzte fehlende Teilstück in der österreichischen 380-kV-Ringleitung. (ruep, DER STANDARD, 14.5.2013)

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