Realität = Rassismus?

Kolumne13. Mai 2013, 19:30
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Ein Lehrbeispiel sozialbürokratischer Lebenslüge plus Mobbing gegen einen Engagierten plus Politikerfeigheit

Was ist "Rassismus"? Wenn einer, der weiß, wovon er spricht, die Realität anspricht. Die Realität nämlich, dass es ein "Geschäftsmodell" osteuropäischer "Paschas" aus der Roma-Volksgruppe gibt, Kinder zum Betteln (und Schlimmerem) nach Österreich zu schicken.

Norbert Ceipek, Chef der "Drehscheibe" in Wien, die sich um unbegleitete Kinder aus diesen Ländern kümmert, hat dies und noch mehr in einem Standard-Interview gesagt. Ceipek ressortiert zur MA 11, und dort kennt man die Realität sicher, aber man will sie nicht wahrhaben. Schon gar nicht, wenn einer wie Ceipek diese Realität nicht nur verwaltet, sondern sich aktiv um die Kinder kümmert. Daher marschierte nach dem Standard-Interview der "Berufsgruppenausschuss der SozialarbeiterInnen der MA 11" auf und erklärte, Ceipeks Schilderung der Realität erfülle den "Tatbestand des Rassismus". Dies meint auch der unvermeidliche Gewerkschaftsfunktionär: "Wenn Ceipek von Roma-Clanchefs spricht, dann spricht er in Stereotypen."

Klar, die Kinder werden ja von "Stereotypen" über die Grenze gebracht und unter Drohungen ausgebeutet. Dazu noch eine gewerkschaftliche Aufforderung an den zuständigen Stadtrat Oxonitsch (der gleich brav folgt), den Aussprecher der Realität zum Schweigen zu bringen - und fertig ist ein Lehrbeispiel sozialbürokratischer Lebenslüge plus Mobbing gegen einen Engagierten plus Politikerfeigheit. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 14.5.2013)

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