Arte und ORF: Dokudrama zum Ersten Weltkrieg

13. Mai 2013, 18:11
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Rund ein Dutzend europäische Fernsehanstalten produzieren mehrteilige Dokudramen

Wien – 2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Rund ein Dutzend europäische Fernsehanstalten produzieren aus diesem Anlass ein mehrteiliges Dokudrama. Montag starteten die Dreharbeiten zu "14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs" in Straßburg.

Die Serie erzählt die Geschichte nicht aus der Sicht von Militärs und Politikern, sondern von Soldaten, Hausfrauen, Fabrikarbeiterinnen, Krankenschwestern und Kindern. Die Figuren haben ihre Erlebnisse in Tagebüchern und Briefen aufgezeichnet. Regie führt Jan Peter, das Drehbuch schrieb Jury Winterberg. Beide sind erfahren im Genre der historischen Dokudramas, gemeinsam zuletzt mit "Die Deutschen – August der Starke und die Liebe".

Österreicher dabei

Tagebuchzeugnisse und dokumentarische Bilder werden in 14 Geschichten verwoben. Die Protagonisten kommen aus Ländern der ehemaligen Kriegsmächte. Aus Österreich ist David Oberkogler ("Atmen", "Copstories") dabei. Er spielt einen österreichischen Soldaten Karl Kasser, der gegen seinen Willen eingezogen wurde und darüber Tagebuch führt. Noch nie gezeigtes Archivmaterial wird in HD-Auflösung neu digitalisiert und koloriert. Gesamtkosten: sechs Millionen Euro.

Arte ist Hauptproduzent, ARD und BBC sind ebenfalls dabei. Arte und nach Standard-Infos vor­aussichtlich auch ORF 3 zeigen alle acht 52-minütigen Folgen, ORF und ARD ziehen daraus ein Substrat von vier Teilen. Die Ausstrahlung ist zu Ostern 2014 geplant. (prie, DER STANDARD, 13.5.2013)

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