Twitter-Scharmützel wegen Prügelattacke nach 8.-Mai-Fest am Heldenplatz

13. Mai 2013, 18:04
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Zwischenfall nach "Fest der Freude" - Journalist musste Glock-Drohung zurückziehen

Wien - Das "Fest der Freude" anlässlich des Jahrestages der Befreiung Österreichs von der Nazi-Herrschaft am 8. Mai ist zwar ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen. Doch nur eine Stunde nach dem Konzert der Wiener Symphoniker auf dem Wiener Heldenplatz kam es zu einer Schlägerei, die ideologisch motiviert gewesen sein dürfte.

Vermummte Personen, vermutlich aus dem linksautonomen Lager, sollen vor dem Schulvereinshaus der Österreichischen Landsmannschaft in der Fuhrmanngasse in Wien-Josefstadt auf mehrere Personen mit Studentenmützen eingeprügelt haben. Zwei Männer wurden erheblich verletzt, einer davon hatte schon zuvor einen eingegipsten Arm gehabt. Die Täter entkamen unerkannt.

Die Polizei bestätigte auf Anfrage des STANDARD, dass es einen Raufhandel gegeben habe. "Wir ermitteln derzeit in alle Richtungen, auch im extremistischen Spektrum", sagte Polizeisprecher Johann Golob. Die beiden verletzten Männer seien mittlerweile in häuslicher Pflege.

Settele will "mit meiner Glock" einschreiten

Der tätlichen Auseinandersetzung folgte noch Tage später auf Twitter ein Krieg der Worte, an dem sich auch ORF-Journalist Hanno Settele beteiligte: "Nächstes Mal schreiten wir ein. Meine Glock und ich", twitterte er an den seiner Meinung nach "feigen, besoffenen, den Namen 'Anarchist' vergewaltigenden Mob".

Dem Sturm der Empörung folgte eine Klarstellung Setteles: "So, jetzt ist es genug: Die Verwendung/Übersetzung des geflügelten Wortes unter US-Waffennarren 'Me and my Glock' war unglücklich und hat zu gröbsten Missverständnissen geführt. Ich stelle unmissverständlich klar: Ich besitze keine, ich will keine und ich benutze keine Waffe." (simo, DER STANDARD, 14.5.2013)

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