FPÖ NÖ: Rosenkranz warnt vor "Zerreißrobe"

13. Mai 2013, 13:23
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Appell zu Geschlossenheit vor Nationalratswahl - Landesparteiobfrau tritt Gerüchten über Ablöse entgegen: "Würde mich Kampfabstimmung stellen"

St. Pölten - Nach Gerüchten über ihre bevorstehende Ablöse hat die niederösterreichische FPÖ-Chefin Barbara Rosenkranz am Montag das Weitertragen innerparteilicher Querelen an die Medien zurückgewiesen und ihre Kritiker aufgefordert, andere Vorschläge "auf den Tisch zu legen". Eine "Zerreißprobe" vier Monate vor der Nationalratswahl sei keine gute Idee und parteischädigend: "Wir müssen wieder Geschlossenheit zeigen."

Noch schärfer formulierte es der Landtagsabgeordnete Leopold Mayerhofer, Chef der freiheitlichen Gemeinderäte in Niederösterreich: "Wir brauchen kein zweites Knittelfeld", sagte er mit Bezug auf den Putsch beim Delegiertentreffen 2002 in der steirischen Kleinstadt.

Zu Kampfabstimmung bereit

Einen Wechsel an der Spitze werde es nicht ohne außerordentlichen Landesparteitag geben, erklärte Rosenkranz bei der Pressekonferenz. Sie würde sich dabei einer Kampfabstimmung stellen, sagte sie auf Anfrage. Vor einem Jahr war Rosenkranz mit 94,1 Prozent in dieser Funktion bestätigt worden. Die derzeitige Obmanndebatte sei nicht nachvollziehbar, es habe in den vergangenen Wochen auch keine Vorstandssitzungen gegeben, so Rosenkranz - eine solche soll nun aber demnächst folgen.

Rosenkranz kritisiert "Spielchen und Intrigen"

Es sei immer ihre Devise gewesen, innerparteiliche Vorgänge nicht nach außen zu tragen, um ein geschlossenes Bild abzugeben. Das sei aber wohl nicht für alle ein Vorbild, sagte sie mit Bezug auf "lancierte" Turbulenzen. Diese "Spielchen und Intrigen" seien der FPÖ abträglich, meinte sie, ohne dabei den geschäftsführenden Klubobmann Gottfried Waldhäusl namentlich zu nennen.

Sie habe die Landespartei 2003 als "Scherbenhaufen" mit Schulden und lediglich 4,5 Prozent bei der Landtagswahl übernommen und mit großem Einsatz neu aufgebaut, so Rosenkranz. Bei der Abspaltung des BZÖ im Jahr 2005 sei die Landesgruppe geschlossen freiheitlich geblieben, es folgten 2008 Stimmenzugewinne bei den Wahlen auf Bundes- und Landesebene, hier mit mehr als sechs Prozent plus, sowie eine Verdoppelung der freiheitlichen Gemeinderäte bei der Gemeinderatswahl 2010.

Wähler wandern zu Stronach ab

Das Ergebnis bei der Landtagswahl am 3. März - minus 2,26 Prozentpunkte - sei nicht erfreulich, aber erklärbar, weil kein singuläres Ereignis gewesen, so Rosenkranz. Die FPÖ habe kein Patentrezept gefunden, um Protestwähler von einem Wechsel zum Team Stronach abzuhalten. Sie hoffe, dass das bei der Nationalratswahl verhindert werden könne.

Mayerhofer betonte unter Hinweis auf die Stimmung bei den Funktionären, dass eine "Zerreißprobe" der FPÖ Niederösterreich schaden würde. Unnötigerweise würden Spannungen erzeugt mit dem Resultat, dass sich die Menschen abwenden würden. "Nur miteinander können wir Große klein machen", sagte Kammerrat Gottfried Pfeifer. Man müsse jetzt "zusammenhalten" und "nichts kaputt machen". (APA, 13.5.2013)

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