Werbeklimaindex ortet "stabile Stimmung"

13. Mai 2013, 12:37
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Auswirkungen der europäischen Wirtschaftspolitik spürbar - Unsicherheiten im Osten Österreichs stärker ausgeprägt

Eine "stabile Stimmung" attestiert der aktuelle, am Montag präsentierte WIFO-Werbeklimaindex der heimischen Werbewirtschaft. So stehe die heimische Kommunikationsbranche im Vergleich mit anderen gut da, könne sich aber der österreichischen und europäischen Großwetterlage nicht entziehen, hieß es in einer Aussendung des Fachverbands Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Österreich.

Das heißt, es gibt bereits erste Ermüdungserscheinungen und die Dynamik schwäche sich ab, weshalb von der Politik Stimuli gesetzt werden müssten. Eine von insgesamt sieben Forderungen des Fachverbands an die nächste Bundesregierung ist die Einführung einer Werbeausgaben-Zuwachsprämie. Laut Obfrau Angelika Sery-Froschauer sei dies ein "zielgerichteter Vorschlag, der budgetär aufkommensneutral ist und trotzdem viel bewirkt".

Ost-West-Gefälle

In einer regionalen Analyse des Werbeklimaindex zeigte sich, dass die Unternehmer in Ostösterreich deutlich weniger optimistisch sind als im Westen. Sery-Froschauer vermutet dahinter "Unsicherheiten bezüglich öffentlicher Auftraggeber durch Transparenz-Gesetze und Anti-Korruptionsbestimmungen sowie das schwieriger werdende wirtschaftliche Umfeld für den Medien-Standort in der Bundeshauptstadt."

Über dem Durchschnitt

Noch ist die Lage aber einigermaßen entspannt und die Ergebnisse des ersten Quartals 2013 liegen klar über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Die Nachfrage nach Dienstleistungen im Bereich Werbung hat sich solide entwickelt und die Auftragslage sei weiterhin stabil, hieß es. Immerhin 67 Prozent der Unternehmen melden ausreichende oder sogar mehr als ausreichende Auftragsbestände - das liegt über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Auch für die kommenden sechs Monate zeigt sich die Branche optimistisch. Mehr als 31 Prozent der Unternehmen rechnen mit einem Anziehen der Nachfrage und mit einer verbesserten Geschäftslage. Aufgrund der stabilen Werbekonjunktur planen daher 12,6 Prozent der Werbeunternehmen, in den kommenden drei Monaten Personal aufzunehmen. (red, APA, 13.5.2013)

  • Von links nach rechts: Gerhard Schwarz (WIFO), Fachverbands-Geschäftsführer Markus Deutsch, Fachverbandsobfrau Angelika Sery-Froschauer sowie Markus Roth (Junge Wirtschaft).
    foto: wkö/rupprecht

    Von links nach rechts: Gerhard Schwarz (WIFO), Fachverbands-Geschäftsführer Markus Deutsch, Fachverbandsobfrau Angelika Sery-Froschauer sowie Markus Roth (Junge Wirtschaft).

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