Cleveland: Brüder des Entführers gehen an die Öffentlichkeit

13. Mai 2013, 11:48
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Angehörige des mutmaßlichen Täters halten sich nach Morddrohungen versteckt

Cleveland (Ohio) - Nach der Festnahme des mutmaßlichen Entführers und Peinigers dreier Frauen in Cleveland sehen sich dessen Brüder öffentlich gebrandmarkt. Sie fürchteten, dass bei Freunden und Bekannten stets der Verdacht bleiben werde, dass sie etwas mit der Tat zu tun haben könnten, sagten Onil und Pedro Castro in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNN, das am Montag ausgestrahlt werden soll.

Von den Taten, die ihrem Bruder vorgeworfen werden, hätten sie nichts mitbekommen. "Wenn ich gewusst hätte, dass mein Bruder so etwas macht, ich hätte innerhalb einer Minute die Polizei gerufen", sagte Pedro Castro.

Morddrohungen gegen Familie des Entführers

Ariel Castro soll drei Frauen teils noch in Teenageralter entführt und mehr als ein Jahrzehnt lang in seinem Haus in Cleveland im Bundesstaat Ohio gefangen gehalten, missbraucht und gequält haben. Sie wurden vergangene Woche befreit. Nach Castros Festnahme wurden zunächst auch seine Brüder als Verdächtige festgenommen, kamen aber schnell wieder auf freien Fuß.

Die Brüder sowie deren Mutter versteckten sich derzeit an einem geheimen Ort, nachdem ihr Haus mehrfach attackiert worden sei und sie Morddrohungen im Internet erhalten hätten, sagten die Brüder dem Sender. Sie seien glücklich, dass die Frauen endlich frei und sicher seien, fühlten sich selbst aber von den Medien gejagt. (APA, 13.5.2013)

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