New Orleans: Mindestens 19 Verletzte bei Schüssen auf Muttertagsparade

13. Mai 2013, 06:21
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Keine Todesopfer - Viele Opfer erlitten Streifschüsse - Polizei sucht nach drei Verdächtigen

New Orleans (Louisiana) - Mehrere Schüsse haben am Sonntag einer Muttertagsparade in New Orleans ein jähes Ende bereitet und 19 Menschen verletzt. Unter den Verletzten seien auch zwei Kinder, sagte Polizeisprecher Garry Flot der Nachrichtenagentur dpa. "Viele der Opfer bekamen Streifschüsse ab", so Flot. "Die meisten Verletzungen sind nicht lebensgefährlich." Am Abend sollten jedoch noch zwei der schwerer Verletzten operiert werden. Die Polizei suche nach drei Verdächtigen.

Zunächst hatte Flot gesagt, es gebe mindestens zwölf Verletzte - "wahrscheinlich werden es mehr sein". Drei oder vier der Verletzten müssten operiert werden, Todesopfer habe es nicht gegeben. Eine Zehnjährige werde wegen eines Streifschusses behandelt, hieß es.

Suche nach Verdächtigen

New Orleans' Polizeichef Ronal Serpas sagte, der Zustand des verletzten Mädchens sei gut. Während der Schießerei seien möglicherweise auch Menschen durch Stürze verletzt worden. Die Schüsse seien "vielleicht mit zwei verschiedenen Waffentypen" abgegeben worden, unmittelbar nach den Schüssen hätten Polizeibeamte drei Menschen wegrennen sehen.

"Es scheint, dass diese zwei oder drei Leute aus einem uns unbekannten Grund angefangen haben, in Richtung der oder in der Menge zu schießen", so Serpas. Innerhalb weniger Minuten sei alles vorbei gewesen.

Mehrere hundert Menschen bei Parade

Die Zeitung "Times-Picayune" berichtete unter Berufung auf Serpas, an der Parade hätten 300 bis 400 Menschen teilgenommen. In dem Bereich, in dem die Schüsse fielen, hätten sich 200 Menschen aufgehalten. Diese hatten sich feiernd und tanzend an den Straßenrändern eines ärmlichen Wohnviertels eingefunden, um den für New Orleans typischen "Second Line"-Zug von Bläsergruppen zu begleiten.

Gegen 14 Uhr wurde der Jazz-Zug zwischen kleinen Getränke- und Essensständen durch mehrere Schüsse ins Chaos gestürzt. Ein Journalist hörte nach eigenen Angaben sechs oder sieben Schüsse. Nach Angaben der Polizei stammten sie aus unterschiedlichen Waffen.

Unter den Paradegästen brach Panik aus. Polizisten, die den Zug begleiteten, hätten drei Männer fliehen sehen. Der Vorfall ereignete sich in einem Wohnviertel, das 2005 stark durch den Hurrikan Katrina verwüstet worden war. (APA, 13.5.2013)

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    Die Polizei sucht nach drei Männern, die für die Tat verantwortlich sein sollen.

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